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| 30. 08. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Chinas wichtigster Wirtschaftsplaner sagte am vergangenen Donnerstag, dass es in China aufgrund der Ausgewogenheit von Angebot und Nachfrage in absehbarer Zukunft keine wesentlichen und umfänglichen Preissteigerungen geben werde.
Die Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform erklärte in einer Stellungnahme, dass es durch einen "akuten Anstieg von Krediten und kontinuierlichen Preissteigerungen von bestimmten Produkten und Immobilien im Land verstärkt zu Inflationserwartungen" gekommen sei.
"Ausreichende Materialversorgung", wie üppige Getreidereserven sowie Wettbewerbsdruck werde helfen, die Preise zu stabilisieren, sagte die Kommission, ohne jedoch Details zu nennen.
Die Kommission rief Chinas lokale Behörden auf, die Preisüberwachung zu verstärken und Preise von wichtigen Produkten wie Nahrungsmittel, Gas und Transportmittel zu stabilisieren.
In der Erklärung hieß es, dass gebündelte und starke Preissteigerungen vermieden werden sollten.
Der Preis pro Kilogramm Schweinefleisch lag am vergangenen Dienstag bei 17,79 Yuan (1,82 Euro), 3,3 Prozent mehr als eine Woche zuvor. Am 12. August waren die Schweinepreise an neun aufeinanderfolgenden Wochen um insgesamt 15,8 Prozent gestiegen, berichtete das Ministerium für Landwirtschaft.
Der Preis pro Kilogramm Eier lag am Dienstag bei 7,83 Yuan (0,80 Euro), 2,5 Prozent mehr als eine Woche zuvor. Am 23. August waren die Eierpreise an fünf aufeinanderfolgenden Wochen um insgesamt 6,2 Prozent angestiegen, hieß es auf der Webseite des Landwirtschaftsministeriums.
Die Preissteigerungen seien jedoch eine natürliche Folge von zu niedrigen Preisen in der Vergangenheit, sagte ein Wirtschaftsanalyst der Firma Guosen Securities am Donnerstag.
Der Schweinepreis liegt derzeit im Durchschnitt 23,5 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum und 17,1 Prozent unter dem Höchstwert dieses Jahres, sagte Liu Yuman, ein Wirtschaftsforscher der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften am Mittwoch.
Nach Regierungsangaben haben chinesische Banken im ersten Halbjahr 2009 Kredite in der Rekordsumme von 7,37 Billionen Yuan (754 Milliarden Euro) zur Wirtschaftsankurbelung vergeben, mehr als die für dieses Jahr anvisierte Summe von fünf Billionen Yuan (512 Milliarden Euro).
Die Lebenshaltungskosten lagen jedoch im Juli im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 1,8 Prozent niedriger und waren dieses Jahr an sieben aufeinanderfolgenden Jahren gesunken, sagte Deng Yusong, ein Forscher am Zentrum für Entwicklungsforschung des Staatsrats.
"Die Preise für Schweine und Eier waren in der Vergangenheit meist die Inflationstreiber. Obwohl die Preiserhöhungen keine immanente Inflationsbedrohung darstellen, sollte die Regierung vorsichtig sein", sagte Lin.
Deng sagte voraus, dass die Lebenshaltungskosten bis Oktober dieses Jahres wieder steigen werden.
Quelle: Xinhua
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