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| 02. 09. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Manche Regierungsbeamte und Justizdepartemente bieten "Schutzschirme" an für Gangster und verunmöglichen es so, die weitverbreitete Bandenkriminalität in China einzudämmen, sagten die chinesischen Behörden gestern.
Seit anfangs 2006 haben Gerichte im ganzen Land insgesamt 1279 Menschen zu einer Strafe verurteilt, die in Zusammenhang mit 1171 Fällen von organisiertem Verbrechen stehen, sagte ein hoher Beamte des Obersten Volksgerichtshofs gestern. Rund 6700 verurteilte Straftäter hatten in mehr als 720 Fällen Berufung eingelegt, sagte Gao Jinghong, Direktor des Büros gegen Gang-Kriminalität. Mehr als 3100 Menschen wurden zu mehr als fünf Jahren Gefängnis, lebenslänglich oder zur Todesstrafe verurteilt. Die Zahlen umfassen alle Fälle von organisiertem Verbrechen, die von den Vollzugsbehörden während einer landesweiten Kampagne bearbeitet wurden.
"Gangs sind noch immer in China aktiv und die Polizei wird sich weiterhin bemühen, das organisierte Verbrechen auszumerzen", sagte Liao Jinrong, stellvertretender Direktor des Kriminalüberwachungsbüros des Ministeriums für Öffentliche Sicherheit. Der Reichtum der Gangster sei oft ein Resultat des Schutzes durch Regierungsbeamte und Gerichte.
Huang Hailong, stellvertretender Direktor des Untersuchungsüberwachungsamts von Chinas wichtigstem Strafverfolgungsbüro sagte, dass 149 Menschen verteilt worden seien, weil sie ihre Amtsmacht missbraucht hätten und Kriminelle geschützt hätten. "Wir sollten uns daher nun mehr auf diejenigen konzentrieren, welche die Verbrecher schützen", meinte er weiter.
Liao sagte, dass die Polizei während ihrer Kampagne mehr als 89.000 Menschen verhaftet habe, die angeblich in organisierte Kriminalität verwickelt gewesen seien. Die Polizei untersuchte 1267 Fälle von organisiertem Verbrechen und konnte mehr als 13.000 Gruppen auflösen. Mehr als 400 Gangs waren in den folgenden Bereichen tätig: Bauwesen, Bergbau, Transportwesen und Großhandel. Die Summe ihrer illegalen Tätigkeiten überstieg vier Milliarden Yuan (409,9 Millionen Euro). Die Polizisten untersuchten auch mehr als 108.000 andere Fälle, einschließlich 419 Totschlagungen und 10.088 Mordfälle.
"Während der letzten drei Jahren haben gewaltsame Verbrechen wie Tätlichkeiten, Totschlag, Raub, Entführung, Anschläge, Brandstiftungen und Vergewaltigungen kontinuierlich abgenommen", sagte Liao. Die Zahl der Gewaltverbrechen fiel im Jahre 2008 gegenüber dem Jahr 2005 (noch bevor die Kampagne begann) um elf Prozent, sagte er weiter. Damit sei die Kampagne ein großartiger Erfolg gewesen.
Quelle: Shanghai Daily
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