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| 03. 09. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Einige Touristen aus dem chinesischen Festland, die zusammen mit einer Reisegruppe nach Taiwan kommen, haben sich ein neues Inselabenteuer ausgedacht: Sich unerlaubt von der Gruppe zu entfernen.
Die Reiseagenturen, die man für das Verschwinden verantwortlich machen könnte, suchen nun nach Mitteln ihre Kunden daran zu hindern. Sie reagieren damit auf das Verschwinden von zehn Leuten innerhalb der letzten Monate.
Wu Zhenlian schloss sich letzen Monat einer Taiwan-Reisegruppe aus Sichuan an und wird seit dem 10. August vermisst. Kurz darauf verschwand Zhang Kunshan aus der gleichen Gruppe am 20. August.
Vor diesen Ereignissen verließ Wang Wangdi ihre von dem Zhuhai-basierten Gongbei Zweig des China Travel Service arrangierte Reisegruppe. Seit dem 29. Juli scheitert jegliche Kontaktaufnahme. Die Zhuhai-Reiseagentur, die taiwanesische lokale Reiseagentur und die taiwanesische Polizei suchen seitdem erfolglos nach Wang.
Die Cross-Straits Tourism Exchange Association hat die in die Vorfälle involvierten Reiseagenturen kritisiert. Mindestens zehn Touristen aus dem Festland seien auf Taiwan seit Juni verschwunden, so die Vereinigung. Falls die Vermissten gefunden würden, würden sie ohne eine Anklage wieder aufs Festland zurückgebracht.
Reiseagenturen des Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang-Nationalität und der Provinz Fujian wurde aufgrund von verschwundenen Touristen am 27. Juni und 5. August das Verbot erteilt, Reisen nach Taiwan anzubieten.
Touristen, die einer Reisegruppe angehören, müssen vor der Reise einen hohen Geldbetrag hinterlegen, den sie nach der Rückkehr wiederbekommen. Die Agenturen behalten sich vor, Hintergrundinformationen besonders über ihre alleinstehenden Kunden zu sammeln. Außerdem verwahren sie während der Reise deren persönlichen Dokumente. All dies sind Maßnahmen, um die Leute von einem unerlaubten Verlassen der Gruppe abzuhalten.
Fu Jingxian, ein Mitarbeiter der Guangdong-Tourismusverwaltung, teilte mit, dass diese Verschwinden schwer zu verhindern seien. Sie passierten auch bei Reisezielen in Übersee, wie den USA und Australien. Die betroffenen Touristen erhielten ganz legal ihre Reisepässe und Einreise-Visa und sollten die Verantwortung für ihr Verlassen der Gruppe übernehmen.
Etwa 200.000 Touristen haben seit der Öffnung des Marktes letzten Jahres an Taiwan-Gruppenreisen teilgenommen.
Reiseagenturen, die nicht rechtzeitig diese Vorfälle melden, erhalten Warnungen oder ihnen wird die Erlaubnis Reisen nach Übersee anzubieten entzogen.
Quelle: China Daily
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