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| 20. 09. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
China hat große Pläne im All. Für die nächste Weltraummission des Landes sind nun im Rahmen der Auswahlverfahren der Astronauten erstmals mehrere weibliche Kandidatinnen ernannt worden.

In China sind im Rahmen der Auswahlverfahren für die nächste Phase des Raumfahrtprogramms des Landes erstmals mehrere weibliche Kandidatinnen für die Gruppe der Astronauten ernannt worden. Bei den neu ausgewählten "Taikonauten", das chinesische Wort für Astronauten, handelt es sich um 15 Frauen und 30 Männer. Es sind Piloten in der Luftwaffe der Volksbefreiungsarmee im Alter von 27 bis 34 Jahren mit Hochschulabschluss.
Die Kandidaten würden sich weiteren Tests unterziehen müssen, darunter medizinische und psychologische Checks, so ein Beamter der Luftwaffe. Die Gruppe werde anschließend auf ein Team von zwei Frauen und fünf Männern reduziert. Der Beamte fährt fort, die männlichen Kandidaten seien Kampfpiloten, und die Kandidatinnen seien Pilotinnen für den Lufttransport. Viele von ihnen hätten bereits wichtige Flugmissionen ausgeführt, wie Rettungsflüge bei dem schweren Erdebeben in Wenchuan am 12. Mai 2008 in der Provinz Sichuan. Die Behörden gaben bekannt, alle Kandidaten hätten "exzellente Flugfähigkeiten und hervorragende psychologische Qualitäten" demonstriert. Die Auswahl, die von der Luftwaffe durchgeführt wird, hatte im Mai begonnen. Die Bewerber wurde medizinischen und psychologischen Untersuchungen wie auch Checks über ihren Familienhintergrund und weiteren "umfassenden Bewertungen" ausgesetzt.
China hat bislang sechs Taikonauten ins All gebracht, nachdem 2003 der Weltraumpionier Yang Liwei in dem in China entwickelten Raumschiff Shenzhou V als erster Chinese ins All geflogen war. Auf den Flug von 2003 folgte 2005 eine Mission mit zwei Besatzungsmitgliedern, nämlich Fei Junlong und Nie Haisheng. Das Trio von Shenzhou VII, bestehend aus den Taikonauten Zhai Zhigang, Liu Boming und Jing Haipeng, umkreiste im vergangenen Jahr die Erde drei Tage lang. Zhai wurde am 27. September 2008 der erste Chinese, der einen Weltraumspaziergang unternahm. Dieser dauerte rund 20 Minuten und hatte das Ziel, den Weg für die folgenden Weltraummissionen Chinas zu ebnen – ein Andockmanöver 2011 und eine bemannte Weltraumstation 2020.
China wird bereits 2010 ein unbemanntes Weltraummodul im Orbit starten, an das 2011 die unbemannte Shenzhou VIII andocken soll – das erste Mal, dass China eine solch komplizierte Prozedur versucht. Die bemannte Shenzhou IX soll ebenfalls 2011 an das unbemannte Weltraummodul andocken. Die Astronauten für die Mission Shenzhou IX werden aus dem ersten Korps von 14 Astronauten ausgewählt, wobei die Gruppe abschließend aus sechs Kandidaten bestehen soll, die vorher bereits im All waren. Es könnte sein, dass die neue Gruppe nicht zur geplanten Zeit startbereit ist.
Quelle: Xinhua
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