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20. 09. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Ausländische Investoren

Vertrauen in Chinas Wirtschaft wächst

Chinas Anziehungskraft auf Investoren hat laut einem Bericht der Vereinten Nationen über Trends bei Auslandsinvestitionen trotz Weltwirtschaftskrise nicht abgenommen.

China, das derzeit einen Wirtschaftsboom erlebt, nutzte die Finanzkrise für den Kauf von preiswerten Unternehmen und Ressourcen in Übersee, hieß es in dem World Investment Report 2009, der gestern von der United Nations Conference on Trade and Development herausgegeben wurde. China sehe bereits einem Platz in der Liste der am meisten investierenden Länder der Welt entgegen.

Weltweit sind dem Bericht zufolge die ausländischen Direktinvestitionen von zwei Billionen US-Dollar (1,36 Billionen Euro) im Jahr 2007 auf 1,7 Billionen US-Dollar (1,16 Billionen Euro) im Jahr 2008 gesunken – ein Rückgang von 14 Prozent.

Der Bericht prognostizierte, dass ausländische Direktinvestitionen im Jahr 2009 ihren Tiefpunkt erreichen werden und um mindestens 40 Prozent unter 1,2 Billionen US-Dollar (815 Milliarden Euro) fallen würden. Eine Erholung wird für das Jahr 2010 erwartet.

Trotz der weltweit gedrückten Stimmung stiegen die ausländischen Direktinvestitionen in China im Jahr 2008 um 30 Prozent auf 108 Milliarden US-Dollar (73,39 Milliarden Euro). Damit ist China der weltweit drittgrößte Empfänger von Direktinvestitionen, nach den USA und Frankreich.

Die Direktinvestitionen in China sanken um 17,9 Prozent im ersten Halbjahr des Jahres, bei einem weltweiten Rückgang von 40 Prozent.

Vor kurzem bezeichnete die UN-Konferenz China als attraktivstes Land für Direktinvestitionen aus dem Ausland, gefolgt von den USA, Indien, Brasilien und Russland.

Steigende Überkapazitäten in einigen Produktionszweigen in China werden den Fluss von ausländischen Direktinvestitionen in die chinesische Landwirtschaft und Dienstleistung erfordern, sagte Zhuang Jian, ein führender Volkswirt der Asian Development Bank.

"Wenn die chinesische Regierung Schritte unternimmt, kleine und mittelständische Unternehmen sowie neue Energien und Hochtechnologiebranchen zu fördern, könnten ausländische Direktinvestitionen auch dorthin fließen", sagte er.

China sieht sich einem stärker werdenden Wettbewerb beim Erwerb ausländischer Investitionen ausgesetzt, vor allem in arbeitsintensiven Branchen in denen Chinas Nachbarländer Lohnkostenvorteile haben, sagte James Xiaoning Zhan, Leiter der Abteilung Investition und Unternehmen der UN-Konferenz.

China befinde sich in Hochtechnologie-Branchen wie dem grünen Technologiesektor mit den entwickelten Ländern im Wettbewerb, sagte er.

Quelle: China Daily

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