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| 25. 09. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
China hat sich die Verbesserung der Wasserqualität wichtiger Flussabschnitte in seinem 11. Fünfjahresplan zum Ziel gemacht. Neueste Checks ergeben allerdings: 30 Prozent der Flussabschnitte sind mit schweren Verschmutzungen immer noch weit unter den Normwerten.
China hat immer noch mit schwerer Verschmutzung von Flüssen und Seen zu kämpfen, dies belegen Werte der Wasserqualität, die bei 30 Prozent der großen Flussabschnitte des Landes unter dem Normwert sind, gaben Mitarbeiter des Umweltministeriums am Mittwoch bekannt. Die Abschnitte wichtiger Flüsse, darunter der Haihe-Fluss im nordchinesischen Autonomen Gebiet Innere Mongolei, der Liaohe-Fluss in der nordostchinesischen Provinz Jilin und der Gelbe Fluss in der nordchinesischen Provinz Shanxi, wie auch der Dianchi-See in der südwestchinesischen Provinz Yunnan sind durch den neuesten Umweltcheck durchgefallen, so der Sprecher des Ministeriums, Tao Detian.
China hatte das Ziel der Verbesserung der Wasserqualität an 115 wichtigen Flussabschnitten in seinem 11. Fünfjahresplan für 2006-2010 festgelegt. Rund 80 Flussabschnitte wurden beim neuesten Check, der von acht Ministerien in den vergangenen drei Monaten durchgeführt wurde, mit "ausreichend" bewertet. Allerdings hätten die anderen 35 Flussabschnitte den Check wegen unausreichender Investitionen in Wasserschutzprojekte, geringer Kapazitätsauslastung von Kläranlagen oder hohen Konzentrationen von Stickstoffverbindungen wie Ammoniak nicht bestanden, so Tao. Ammoniak entsteht aus Industrieabwässern oder übermäßigen Düngern. Hohe Ammoniakkonzentrationen sind toxisch für Wasserlebewesen.
Beamte aus denjenigen vier Provinzen, die bei der Überprüfung durchgefallen waren, würden sich für die langsamen Fortschritte vor dem Staatsrat verantworten müssen, so Chen Yongqing, ein Beamter der Wasserschutzabteilung beim Umweltministerium. "Die Verbesserung der Wasserqualität von Flüssen und Seen erfordert stetige Bemühungen. Diese vier Provinzen haben schon Fortschritte erzielt, aber sie reichen nicht aus, um die Wasserqualität in kurzer Zeit zu verbessern", so Chen.
Dennoch würden die vier Provinzen wahrscheinlich dieses Jahr nicht bestraft, meint Chen. "Die vier Provinzen werden mit einer Warnung davonkommen", so Chen. "Doch wenn wir die zweite Runde der Checks im Februar durchführen, werden diejenigen, die den Check nicht bestehen, keine Erlaubnis bekommen, neue Projekte zu starten, solange sie ihre Probleme nicht gelöst haben." Zusätzlich würden Beamte von Lokalregierungen nicht versetzt werden, bis die Wasserqualität im Normbereich sei, ergänzt Chen.
Bei dem Umweltcheck kam heraus, dass die Flüsse Haihe und Liaohe, das Reservoir des Drei-Schluchten-Damms und die mittleren und oberen Läufe des Flusses Jangtse hohe Konzentrationen an Stickstoffverbindungen enthalten. Die Seen Taihu, Chaohu und Dianchi leiden an Eutrophie, also an übermäßiger Nährstoffkonzentration. Dies verursacht Blaualgenausbrüche wegen zu hoher Konzentration von Phosphorverbindungen.
Bis Ende 2008 wurden 43,75 Milliarden Yuan in den Wasserschutz für 115 Flussabschnitte investiert. Dies sind 37,7 Prozent des Budgets des Ministeriums für Umweltschutz für 2006 bis 2010, so Vertreter des Umweltministeriums. Chinas neuester Umweltbericht, der im Juni veröffentlicht wurde, besagt, dass die sieben wichtigsten Flüsse immer noch schwer verschmutzt sind. Rund ein Fünftel der 409 Abschnitte von Chinas 200 Flüssen haben eine Wasserqualität schlechter als Grad V, was bedeutet, das Menschen nicht mit dem Wasser in Berührung kommen sollten.
Quelle: China Daily
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