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| 05. 10. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
China werde beim Abbau brennbaren Eises, einer Art natürlichem Gashydrat, aus dem Dauerfrostboden der Tundra in Chinas nordwestlicher Plateauregion dem Umweltschutz höchste Priorität einräumen, sagte der verantwortliche Projektleiter.

"Hier in der Präfektur Muli in der Provinz Qinghai müssen wir nicht tief bohren, um an das leicht entflammbare gefrorene Material in der Tundra zu kommen. Wenn dem Boden jedoch eine Probe entnommen wird, kann leicht Methan in die Atmosphäre entweichen", sagte Wen Huaijun, leitender Ingenieur des Projektes in Qinghai.
Die Projektgruppe der Chinesischen Nationalverwaltung von Kohlevorkommen erforsche gerade, wie der Abbau des gefrorenen Naturgases ohne Umweltschäden vonstatten gehen könne.
Brennbares Eis wird als potentielle Quelle alternativer Energie zu Kohle und Öl angesehen. Ein Kubikmeter brennbares Eis kann 164 Kubikmeter Naturgas liefern.
Das Ministerium für Landressourcen teilte am vergangenen Freitag mit, dass das Volumen des natürlichen Gashydrats in Chinas gefrorenen Erdregionen schätzungsweise 35 Milliarden Tonnen Öl entspricht.
China verkündete im Mai 2007 die erste Entdeckung der Ressource unter dem Meeresboden des Südchinesischen Meeres.
Wen sagte, die Umweltschäden bei der Nutzung der Ressource am Land seien enorm, da dabei Kohlendioxid oder Methan in die Luft entwichen.
"Die Plateauregion reagiert sehr empfindlich auf Veränderungen der Umwelt. Die biologischen Bedingungen hier sind gefährdet", sagte er.
Brennbares Eis existiert normalerweise am Meeresboden oder in der Tundra (beide Böden vereinen den für die Stabilität des Eises notwendigen Druck und niedrige Temperaturen). Es kann wie festes Ethanol angezündet werden, daher kommt der Name "brennbares Eis".
Wen sagte, das Forschungsprojekt werde seit dem Jahr 2004 in der Präfektur Muli, 4100 Meter über dem Meeresspiegel vorangetrieben.
"Es wird noch viel Zeit und eine große Menge Forschungsgelder benötigt, um den Traum des Ressourcenabbaus zu verwirklichen und dabei der Umwelt nicht zu schaden", sagte er.
Wang Jianbin, stellvertretender Direktor des Qinghai Büros für Bodenschätze sagte, dass die Projektgruppe derzeit Hydratvorkommen ausfindig mache und eine Machbarkeitsstudie für deren Abbau durchführe.
Quelle: Xinhua
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