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12. 10. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Gesundheit

Ministerium warnt vor mehr Todesfällen durch A/H1N1-Grippe

Wenn auch in China bereits Impfungen gegen die A/H1N1-Grippe stattfinden, ist noch keine Entwarnung gegeben. Mit der Wetterabkühlung werden mehr ernste Fälle erwartet.

Auf dem chinesischen Festland werden mehr ernste und sogar tödliche Fälle durch Infektion mit dem A/H1N1-Virus erwartet, da das Wetter kühler wird und die Menschen nach der gerade geendeten achttägigen Ferienpause über den Nationaltag an ihre Arbeitsplätze zurückkehren, gab ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Samstag bekannt. "Die Situation in China ist weiterhin ernst", so Deng Haihua, Sprecher des Ministeriums, auf einer Pressekonferenz. Seine Äußerungen kamen wenige Tage, nachdem das Festland seinen ersten Todesfall durch Infektion mit dem Virus gemeldet hatte. Bei der Patientin handelt es sich um eine 18-jährige Frau aus dem Kreis Maizhokunggar im tibetischen Lhasa, die am 4. Oktober gestorben war.

Das Virus habe sich von den östlichen und südlichen Teilen des Landes in den Westen und Norden Chinas ausgebreitet, und von den städtischen Gebieten aufs Land, so Deng. "Jetzt, da die Leute nach der Ferienwoche wieder arbeiten, besteht die große Gefahr eines Massenausbruchs der Krankheit", warnt er. Es werde erwartet, dass auf dem Festland konstant ernstere und sogar tödliche Fälle durch Infektion mit dem Virus auftreten.

Mit Stand von Freitag sind auf dem Festland insgesamt 22.830 A/H1N1-Fälle gemeldet worden, mehr als 17.000 davon allein im September. Dreizehn Patienten seien als ernste Fälle gemeldet gewesen, doch neun von ihnen seien wieder gesund. Die anderen seien noch in Behandlung, so Deng.

China sei das erste Land weltweit gewesen, dass vergangenen Monat eine Produktionslizenz für einen Impfstoff gegen die A/H1N1-Grippe erhalten habe. Doch die gesamte Menge an Impfstoff, die bislang in China produziert worden sei, werde vom Staat auf Lager gehalten und sei nicht auf dem Markt, so Deng. Über 300.000 Personen seien bislang mit dem Mittel geimpft worden, von denen 150 Gegenreaktionen gezeigt hätten, darunter Schwellungen und Schmerzen, Fieber, Erbrechen und Schlappheit. "Die meisten der gemeldeten Gegenreaktionen waren mild", so Deng. "Generell waren unsere Impfungen gegen die A/H1N1-Grippe erfolgreich."

Quelle: Xinhua

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