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18. 10. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Entwicklungsstrategie

China wird weiterhin in Entwicklung westlicher Gebiete investieren

Die westchinesischen Regionen haben in ihrer Entwicklung mit den Gebieten im Osten des Landes noch einiges aufzuholen. Zur weiteren Unterstützung dieser Gebiete werde die chinesische Regierung ihre Strategie der Entwicklung des Westens fortsetzen.

Der chinesische Premierminister Wen Jiabao sagte vor kurzem, China habe in den vergangenen Jahren große Fortschritte bei der Entwicklung der westlichen Gebiete des Landes gemacht und werde unbeirrt an der Strategie der Entwicklung des Westens, die im Jahr 2000 festgelegt worden war, festhalten. Die Regierung sei bereit, die Kooperation mit anderen Volkswirtschaften fortzusetzen, um die Wirtschaft weiter zu entwickeln.

Wen machte seine Äußerungen in einer Grundsatzrede bei der Eröffnungszeremonie zur 10. Internationalen Wirtschafts- und Handelsmesse Westchina und dem 2. Internationalen Kooperationsforum Westchina in Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan. "Seit vergangenem Jahr müssen die westchinesischen Regionen die Doppellast einer großen Naturkatastrophe und der internationalen Finanzkrise tragen. Inmitten der zahlreichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Finanzkrise bringt das Land weiterhin unbeirrt seine Strategie der Entwicklung des Westens nach vorn", so er.

Rund 43 Prozent der von der Zentralregierung bereitgestellten Investitionen zur Erhöhung der Inlandsnachfrage und zum Kampf gegen die Finanzkrise wurden für Projekte zur Verbesserung des Lebensstandards, für Infrastruktur, den Wiederaufbau nach Katastrophen und technologische Innovationen in den westlichen Regionen verwendet, erklärt er weiter. Zur Bekämpfung der Finanzkrise hatte China für 2009 und 2010 ein Konjunkturpaket in Höhe von 4 Billionen Yuan zur Finanzierung großer Projekte landesweit bereitgestellt. In der ersten Hälfte habe das gesamte BIP in den westlichen Regionen eine jährliche Wachstumsrate von 11,8 Prozent erreicht, so Wen. Landesweit wuchs die Wirtschaft während dieses Zeitraums um 7,1 Prozent.

Die Strategie der Entwicklung des Westens ist eine Politik der chinesischen Regierung seit Januar 2000, um den unterentwickelten westlichen Regionen zu helfen, mit den besser gestellten Regionen im Osten mitzuhalten. Die 12 westlichen Provinzen, autonomen Regionen und regierungsunabhängigen Städte haben eine Gesamtbevölkerung von rund 370 Millionen. Darunter befinden sich die Provinzen Sichuan, Yunnan, Gansu und Shaanxi, die schwer von dem Erdbeben vom 12. Mai 2008 der Stärke 8,0 betroffen waren.

In den vergangenen zehn Jahren hat die Zentralregierung mehr als 3,5 Billionen Yuan, also rund 343,8 Milliarden Euro, bereitgestellt, um die westlichen Regionen zu entwickeln. China plant allein dieses Jahr, 468,9 Milliarden Yuan in Projekte zur Entwicklung der westlichen Regionen zu investieren, gab die Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform am Montag bekannt.

Während der neun Jahre von 2000 bis 2008 sei das BIP der westlichen Regionen von 1,66 Billionen Yuan auf 5,82 Billionen Yuan angestiegen, und das mit einem jährlichen Durchschnittswachstum von 11,7 Prozent, so Wen. Über 9,54 Millionen ländliche Bewohner seien seit 1999 in den westlichen Regionen aus der Armut geholt worden. Im nächsten Januar werde China den 10. Jahrestag seiner Strategie begehen.

Die Regierung entwirft derzeit neue politische Maßnahmen zur Unterstützung der Strategie der Entwicklung des Westens für die nächsten zehn Jahre. Wen erläuterte einen Vier-Punkte-Vorschlag für mehr Kooperation mit 14 Ländern in Bereichen wie Energie und Verkehr, Handel und Investitionen wie auch Energiesparung und Umweltschutz.

Auch der kambodschanische Premierminister Hun Sen, der Premierminister der Elfenbeinküste, Guillaume Soro, der kenianische Premierminister Raila Odinga, der srilankische Premierminister Ratnasiri Wickramanayaka, der Premierminister von Timor-Leste, Xanana Gusmao, und der vietnamesische Premierminister Nguyen Tan Dung nahmen an der Eröffnungszeremonie teil. Nach Wen hielten auch der vietnamesische Premierminister Nguyen Tan Dung und der kambodschanische Premierminister Hun Sen Reden auf der Eröffnungszeremonie.

Die fünftägige Messe, auch bekannt als Westchina-Expo, wird von Ämtern der Zentralregierung und 12 westlichen Provinzen, autonomen Gebieten und regierungsunabhängigen Städten mitgesponsert. Die im Jahr 2000 initiierte jährliche, auf Staatsebene veranstaltete Wirtschaftskonferenz ist zu einer wichtigen Plattform für Handelsexpansion, Investitionswerbung, regionale Kooperation und diplomatischen Austausch geworden.

Auf der 10. Westchina-Expo präsentieren sich mehr als 10.000 Ausstellungsstände. Bis zu 50.000 Delegierte aus 55 Ländern und Regionen, 36 chinesische Provinzen und Städten sowie der Xinjianger Produktions- und Konstruktionskorps werden an der Messe teilnehmen, so der Organisator.

Quelle: Xinhua

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