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23. 10. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Gesundheit

Rauchverbot soll Kinder besser schützen

Shanghai möchte auch ein Rauchverbot nach westlichem Vorbild einführen. Über die genauen Details wird jedoch noch debattiert.

Die Stadtregierung von Shanghai fasst weitere Orte ins Auge für ihr erstes öffentliches Rauchverbot. Besonders Minderjährige sollen vor Passivrauchen geschützt werden. Das Gesetz, welches auch Bussen vorsieht, wird wohl noch vor Ende dieses Jahres umgesetzt werden; genügend Zeit bis zur Shanghaier Weltausstellung im Mai bleibt. Die jüngste Version des Entwurfes, welche gestern von den Medien veröffentlicht worden ist, beinhaltet Vorschläge aus einer öffentlichen Anhörung vom letzten Monat. Viele forderten eine klarere Ausformulierung der Umsetzungspläne des Gesetzes. Die Gesetzgeber entschieden nun, dass die Gesundheitsförderungskommission Hauptüberwacher werden soll. Die Kommission soll die Regierungsdepartements koordinieren und überprüfen, um sicherzustellen, dass das Gesetz umgesetzt wird. Im jüngsten Entwurf soll Rauchen von allen Orten verbannt werden, wo sich oft Kinder aufhalten.

Liu Yungen, Vorsitztender des Ständigen Komitees des Shanghaier Volkskongresses, verkündete gestern, dass durch das neue Gesetz alle Mittelschulen von den Rauchverboten betroffen sein werden. Der Entwurf zuvor verbot das Rauchen nur im Innern der Schulgebäude, jedoch auch in der Umgebung von Kindergärten, Kindertagesstätten und Primarschulen, und nicht nur in ihnen drin. Liu ist der Auffassung, dass die Schüler von Mittelschulen denselben Schutz erhalten sollten. "Die Lehrer sollten nirgends auf dem Mittelschulcampus rauchen. Ihr Verhalten sollte vorbildhaft für die Schüler sein. Sie sollten ein gutes Vorbild für ihre Zöglinge abgeben", so Liu.

Ein Mittelschullehrer schlug an der öffentlichen Anhörung vor, dass das Gesetz doch zumindest ein paar spezielle Raucherzonen für die Lehrkräfte erlauben sollte. Er sagte, es wäre ihm peinlich, von den Schülern auf dem Campus beim Rauchen gesehen zu werden. Sein Vorschlag wurde jedoch abgelehnt und die Gesetzgeber kümmerten sich stattdessen um ein weiteres Rauchverbot, eines für Internetkaffees. Ein hoher Funktionär der städtischen Internetkaffeegeschäfte sagte den Gesetzgebern an der Anhörung klar, dass es unmöglich sei, separate Raucherzonen in allen Internetkaffees einzurichten.

Quelle: Shanghai Daily

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