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| 25. 10. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Beamten-Jobs gelten als sicher und lukrativ in China, insbesondere vor dem Hintergrund der immer noch instabilen weltweiten Wirtschaftslage. Kein Wunder, dass die Zahl der Bewerbungen um solche Positionen dieses Jahr wieder einen neuen Rekord aufstellt.
Der starke Wettbewerb für die Besetzung von Beamtenpositionen im nächsten Jahr, in dem rund 4000 Bewerber um einen Job kämpfen, hat die Jobsuchenden nicht abgeschreckt – im Gegenteil: die Zahl der Bewerber wird wahrscheinlich einen historischen Rekord erreichen. Experten schätzen, dass sich 1,4 Millionen Personen für die Prüfungen für Beamtenpositionen registrieren werden, ein Anstieg von 30 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr, erklärt Yu Hongze, stellvertretender Präsident von Huatu Education, einer Agentur, die darauf spezialisiert ist, Bewerber auf die jährlich stattfindenden Prüfungen für Beamtenpositionen vorzubereiten.
Von den vielen Bewerbern werden nur 15.526 Anwärter die 9275 ausgeschriebenen Stellen für Beamte bekommen. Manche Stellen sind mehrfach zu besetzen. In diesem Jahr erreichte die Zahl der registrierten Bewerber einen Rekord von 1,36 Millionen seit der Eröffnung der Online-Bewerbungen am 15. Oktober. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung 13.566 Personen für ihre 7555 Positionen eingestellt.
Beamten-Jobs würden als sicher und lukrativ unter den Chinesen angesehen, insbesondere vor dem Hintergrund der immer noch instabilen weltweiten Wirtschaftslage, die Jobs im privaten Sektor weniger attraktiv mache, meint Bian Ba Suo Lang, ein 22-jähriger tibetischer Student an der Nankai-Universität in Tianjin. Er hat sich vor kurzem um einen Job in einem Kreissteueramt in Tibet beworben. Ihm zufolge sei dieses Jahr "zwei Jahre Berufserfahrung" auf Lokalebene Voraussetzung für rund 70 Prozent der Regierungsjobs auf Provinzebene und höher. Vergangenes Jahr hatte der Anteil nur 50 Prozent betragen. "Die Betonung auf Berufserfahrung auf Lokalebene wird einen großen Einfluss auf die Bewerbungen von Studenten haben", so Yu. Die Änderungen sollen Bewerber um Beamtenpositionen motivieren, erste Berufserfahrung zu sammeln. Die Politik ruft Studenten dazu auf, in den westlichen Gebieten oder in den Dörfern zu arbeiten.
Die beliebtesten Positionen unter den Bewerbern sind eine freie Stelle im Ministerium für Wissenschaft und Technik mit 4080 Bewerbungen und eine freie Stellen im Zollamt in Xiamen mit 3205 Bewerbern. Andererseits gibt es für einige Positionen im Obersten Volksgericht und im Bildungsministerium gar keine Bewerber. Für diese Positionen herrschten strenge Anforderungen in Bezug auf das Hauptfach des Bewerbers, seinen politischen Hintergrund und seine Berufserfahrung auf Lokalebene, erklärt Yu. Vergangenes Jahr war die begehrteste Position eine freie Stelle in der Chinesischen Behindertenvereinigung CDPF, auf die sich 4723 Personen bewarben.
Wenn kein bestimmtes Hauptfach für die Position Voraussetzung sei, könne sich jeder bewerben, so Yu. Doch die riesige Zahl an registrierten Bewerbern bedeutet nicht unbedingt, dass auch dieselbe Anzahl an Personen im November in den Prüfungen sitzen wird. Vergangenes Jahr nahmen von 1,07 Millionen Bewerbern nur 770.000 an den Prüfungen teil, so er.
Quelle: China Daily
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