| Home | Aktuelles |
Multimedia |
Service |
Themenarchiv |
Community |
| Home>Fokus | Schriftgröße: klein mittel groß |
| 02. 11. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Der Wille zur Einflussnahme ist in China allgegenwärtig – in Reden von Regierungsvertretern bis hin zu Werbesprüchen in Gemeinden. Doch Einfluss braucht seine Zeit. So zum Beispiel im Nachbarstaat Vietnam.
Der Aufschwung der letzten Jahrzehnte hat uns mutig gemacht. Wir möchten nicht mehr länger die Zielscheibe von Verdächtigungen und Snobismus sein.
Wir glauben, dass Wohlstand, die lange Geschichte der chinesischen Kultur und ein wenig Diplomatie die richtige Mischung ist um uns auf wundersame Weise Einfluss zu verschaffen.
Die Erinnerung an die spektakuläre Militärparade an Chinas 60. Nationalfeiertag am 1. Oktober ist noch frisch in unserer Erinnerung, ebenso die Begeisterung als China der Mittelpunkt der Welt zu sein schien.
Wenn wir an die Bilder von Panzern denken, die am Platz des Himmlischen Friedens vorbeifuhren, an Kampfflugzeuge die über unseren Köpfen brausten und an die außergewöhnlichen Feuerwerke, die im Herzen Beijings gezündet wurden, fühlen wir uns einfach hervorragend.
Ein Tag nach den Feierlichkeiten reisten Journalisten der chinesischen Global Times nach Vietnam. Einer der Gründe für diese Reise war die Suche nach Beispielen, wie China Einfluss ausübt.
China und Vietnam teilen sich nicht nur eine Grenze sondern auch ein kulturelles Erbe. Beide Länder haben zur gleichen Zeit Reformen eingeführt, das Muster ihres Wirtschaftswachstums ist ähnlich.
Noch schwerer wiegt, dass es keine ideologischen Konflikte zwischen den Ländern gibt. Wo sonst müsste die Stärke von Chinas Einfluss besser zu sehen sein als in Vietnam?
Doch ein Besuch auf dem von hektischen Treiben geprägten großen Platz im Zentrum von Ho Chi Minh City lässt Zweifel aufkommen.
Keine chinesischen Marken in Vietnam vertreten
Die riesigen Werbetafeln an den Hochhäusern zeigen Werbung für Hitachi, Hyundai und LG – auch bei genauerem Hinsehen ist nicht eine einzige chinesische Marke zu sehen.
Auf der einen Seite des Platzes ist ein alter überdachter Markt in der Größe eines Fußballfeldes. In dessen matter Beleuchtung stapeln sich billige Verbrauchsgüter von Pantoffeln und Kerzenständern zu dekorativen Malereien, alle in China hergestellt. Einige wenige Immigranten, die chinesisch mit einem Akzent sprechen, hängen dort herum und handeln intensiv.
Überall in Vietnam sind Motorräder das Hauptverkehrsmittel. Mit wenigen Ausnahmen stammen sie alle von Honda. Familien der mittleren oder unteren Einkommensschicht nutzen Haushaltsgeräte aus Japan oder Südkorea. Man fragt sich: Wo sind die chinesischen Elektrogeräte? Obwohl sie der Kern unserer robusten chinesischen Wirtschaft sind, finden sie in Vietnam nur geringes Interesse.
Quelle: Global Times
Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur
| Kommentar schreiben |
| Kommentare |
|
Keine Kommentare.
|
| mehr |