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04. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Kampf gegen Wasserverschmutzung

China ruft zu strengeren Gesetzen zum Schutz von Seen auf

Immer mehr Seen weltweit sind verschmutzt oder trocknen aus. Um die ökologische Balance wieder herzustellen, seien strengere Gesetze notwendig, hieß es auf der Internationalen Konferenz zum Schutz der Seen.

Die chinesische Abgeordnete Chen Zhili hat zu strengeren Gesetzen aufgerufen, um die Wasserverschmutzung von Seen zu stoppen und Seen vor ihrem Verschwinden zu bewahren. Chen, stellvertretende Vorsitzende des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses, Chinas oberster gesetzgebender Instanz, machte ihre Äußerungen in einer Ansprache auf der 13. Internationalen Konferenz zum Schutz der Seen, die am Montag in Wuhan, bekannt als "die Stadt der hundert Seen" und Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Hubei, eröffnet worden war.

Chen rief zur Einrichtung von Gesetzen zum Schutz der Seen und zu strengen juristischen und administrativen Regeln beim Management und der Kontrolle von Industrie-, Agrar- und Haushaltsmüll auf, insbesondere von Müll aus hoch Umwelt schädigenden Anlagen wie Papiermühlen und Chemiewerken.

Seen, ein Schlüsselelement für eine nachhaltige ökologische Balance, werde bei dem rapiden industriellen Wachstum und den steigenden Aktivitäten der Menschen vernachlässigt, was zu schweren Verschmutzungen und zum Verschwinden von Seen führe. Dies bedrohe die Lebensumwelt der Menschen, so Chen weiter.

Es gibt über 24.800 natürliche Seen in China. Jedoch verschwänden durchschnittlich 20 Seen pro Jahr, und rund 88,6 Prozent seien eutrophisch, so Chen. In der Provinz Hubei, die früher als "Provinz mit 1000 Seen" bekannt war, befinden sich nur noch 2438 Quadratkilometer Seen, rund 34 Prozent der Seenfläche in den 1950er Jahren.

Das Schrumpfen der Seeflächen, die Wasserverschmutzung und der Verfall der ökologischen Funktionen seien dringende Gründe dafür, die wissenschaftliche Entwicklung der Industrien an den Seeufern anzupassen und die Höhe und Art der Produktion einzuschränken, um den Seen eine Rehabilitierung zu ermöglichen, so Chen weiter.

Zhou Shengxian, der chinesische Umweltminister, sagte, die Probleme der Wasserverschmutzung aus China und dem Ausland zwängen China, die Flüsse und Seen ökologisch wieder gesund zu machen. Die Erfahrungen Japans beim Schutz des Biwa-Sees vor Degradation, der durch die Begrenzung von Abwässereinleitungen, hohen Umweltstandards und strengen Regelungen für die Behandlung von Haushaltsmüll seit den 1970er Jahren erreicht wurde, gäben China neue Anstöße.

"Verschmutzung von Seegewässern gibt es überall auf der Welt", meint Masahisa Nakamura vom Internationalen Umweltkomitee auf der Konferenz. "Wasser bleibt viel länger in einem See als in einem Fluss, so dass es hundert Jahre dauern kann, einen verschmutzten See zu reinigen."

Mindestens 1500 Delegierte aus rund 45 Ländern nehmen an der Konferenz mit dem Thema "Unserer Seen: Globale Herausforderungen und Chinesische Innovationen" teil, die noch bis Donnerstag andauert.

Quelle: Xinhua

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