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05. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

UN-Klimagespräche in Barcelona

China will am Kyoto-Protokoll festhalten

Der chinesische Unterhändler bei den UN-Klimagesprächen in Barcelona sagte, dass das Kyoto-Protokoll befolgt werden müsse.Industrieländer hätten ihren Verpflichtungen aus dem Protokoll nachzukommen.

Der chinesische Unterhändler bei den UN-Klimagesprächen in Barcelona sagte am Dienstag, dass das Kyoto-Protokoll befolgt werden müsse. "Chinas Position ist eindeutig: am Kyoto-Protokoll muss man festhalten, weil es das Prinzip gemeinsamer, aber differenzierter Verantwortlichkeiten am besten verdeutlicht," betonte Su Wei, Leiter der chinesischen Delegation bei den Gesprächen. Su Wei teilte mit, dass einige Länder in früheren Verhandlungen vorgeschlagen hatten, das Kyoto-Protokoll wegzuwerfen und beim Klimagipfel in Kopenhagen ein völlig neues Dokument zu entwerfen. "Dieses Ansinnen lehnen die Gruppe der 77, China sowie weitere Entwicklungsländer ab," gab Su an. Su bestand darauf, dass das Kyoto-Protokoll als legale Grundlage für weitere Verhandlungen in Kopenhagen dienen müsse. Industrieländer hätten ihren Verpflichtungen aus dem Protokoll nachzukommen, welches festlegt, dass sie in der zweiten Phase ihre Emissionsreduktionsziele klar definieren. "Falls dieses grundlegende Arrangement verändert wird, liegt ein schwerer Schatten über der Zukunft des Gipfels von Kopenhagen," fuhr Su fort. Der Deal, den man in Kopenhagen erreichen will, sollte laut Su zwei wesentliche Elemente beinhalten: Erstens: das Festlegen mittelfristiger Emissionsreduktionsziele für Industrieländer nach dem Kyoto-Protokoll. Das heißt, sie sollten sich verpflichten, ausgehend von den Werten aus 1990, ihre Emissionen bis 2020 um 25-40 Prozent zu reduzieren. Zweitens: substanzielle Arrangements für das Implementieren der UN-Rahmenkonvention für den Klimawandel in Übereinstimmung mit der Bali Roadmap. "Wir hoffen, durch die Verhandlungen hier in Barcelona einen guten Grundstein für die Konferenz in Kopenhagen zu legen," äußerte Su.

Quelle: Xinhua

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