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| 06. 11. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Für viele verarmte Bauern aus der zentralchinesischen Provinz Hubei sind Blut- und Plasmaspenden eine gängige Methode des Nebenverdiensts. Einige von ihnen sehen die Spenden sogar als einzigen Weg, um ihre Rechnungen zu bezahlen.
Rund 6.000 verarmte Bauern in der zentralchinesischen Provinz Hubei verkaufen regelmäßig ihr Blut, um sich Geld dazu zu verdienen. Für einige von ihnen ist dieser Nebenverdienst sogar der einzige Weg, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Viele verkaufen ihr Blut bereits seit einigen Jahren regelmäßig, um über die Runden zu kommen.
Zurzeit gibt es rund 6.400 Bauern aus dem Gebiet, die alle zwei Wochen ihr Plasma – 600 Milliliter pro Spende – bei der vom Kreis Yunxian autorisierten Blutplasmastation verkaufen. Die Bauern verdienen dabei jedesmal 168 Yuan, also rund 17 Euro. Knapp 20.000 Menschen haben an der Station bislang ihr Blut verkauft, seit diese vor elf Jahren eingerichtet wurde, berichtete China Youth Daily am Mittwoch. "Das verdiente Geld wird als Zuschuss für Lebensmittel- und Fahrscheinkosten angesehen", so Beamte.
Yunxian am Han-Fluss wurde von der Zentralregierung als verarmtes Gebiet gelistet. Gao Congfen und ihr Ehemann aus dem nahe gelegenen Dorf Zhengjiahe verkaufen seit neun Jahren regelmäßig ihr Blut, um die Schul- beziehungsweise Studiengebühren für ihren Sohn bezahlen zu können. "Wenn wir uns nicht mit dem Blutspenden etwas Geld dazu verdienen würden, könnten wir gar nicht für die Ausbildung meines Sohnes aufkommen", wurde Gao, 51, in dem Bericht zitiert.
Zhou Wenfen, 53, verkauft ihr Blut, um die Arztkosten ihres Enkelkindes zu bezahlen. (China Youth Daily)
Die 53jährige Zhou Wenfen aus dem Dorf Yangjiagou begann 2007, regelmäßig ihr Blut zu verkaufen, als bei ihrem dreijährigen Enkel Aplastische Anämie diagnostiziert wurde. Immer wenn sie zur Blutspende geht, muss sie um 4 Uhr morgens aufstehen, eine Stunde lang einen Berg heraufsteigen, dann mit dem Boot den Han-Fluss herunterfahren, um schließlich gegen Mittag bei der Blutspendestation anzugelangen, heißt es in dem Bericht. "Ich habe keine andere Wahl. Ich muss einfach mehr Geld verdienen, um meinem Enkel zu helfen. Bis jetzt haben wir für ihn schon knapp eine halbe Million Yuan Arztkosten ausgegeben", erzählt sie.
Quelle: China Daily
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