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06. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Armut

Notleidende Bauern müssen ihr Blut verkaufen

Die meisten Blutspender sind Frauen. (China Youth Daily)

Eine Mitarbeiterin der Plasmastation, die nur ihren Familiennamen, Chen, veröffentlichen lassen wollte, erklärte am Mittwoch gegenüber China Daily: "Was der Bericht über die knapp 6.400 regelmäßigen Spender und ihren Nebenverdienst besagt, stimmt. Aber die Errichtung und Verwaltung der Station genauso wie auch die Zahlungen für die Spende stehen im Einklang mit geltenden Normen und Gesetzen. Wir können Bauern nicht verbieten, ihr Blut zu spenden, nur weil sie eigentlich hierher kommen, um den Zuschuss zu bekommen", meint sie.

Die Station sei 1998 von Li Guangcheng eingerichet worden, dem ehemaligen stellvertretenden Leiter des Gesundheitsamtes des Kreises und jetzigem Leiter der Station, ergänzt sie. Jedes Jahr erhalte die Station rund 60.000 Beutel Spendenblut und zahle dafür rund zehn Millionen Yuan an die Spender, wurde Li von China Youth Daily zitiert. Li lehnte am Mittwoch ein Interview ab. Auch Gesundheitsbeamte des Kreises standen nicht zur Verfügung.

China hat ein unbezahltes Blutspendesystem, im Rahmen dessen gesunde Bürger zwischen 18 und 55 Jahren aufgerufen werden, freiwillig Blut zu spenden. Zuständige Regierungsämter können nach dem Blutspendegesetz des Landes von 1998 Zuschüsse an die Spender bezahlen. Pro Spende dürfen höchstens 600 Milliliter Blut entnommen werden. Plasmaspender dürfen nach den Regelungen für Plasmastationen des Gesundheitsministeriums vom März 2008 höchstens alle zwei Wochen spenden.

Ein Gesundheitsexperte versichert, regelmäßig Blut- oder Plasma zu spenden, sei unbedenklich, wenn alles nach den Regeln laufe. "Regelmäßiges Spenden schadet der Gesundheit der Bauern nicht, wenn alles nach den staatlichen Standards und Gesetzen läuft", betonte Tan Xiaodong, Professor am Institut für Öffentliche Gesundheit der Universität Wuhan, gegenüber China Daily am Mittwoch. "Aber anstelle von Blutspenden sollten die Kreisregierung von Yunxian und die dort lebenden Bauern eher aktive Maßnahmen ergreifen, um aus der Armut zu kommen", meint er.

In China bestehen auch illegale Blutspendestellen, die für die Ausbreitung von HIV/AIDS unter Menschen in ländlichen Gebieten in Zentralchina Mitte der 1990er Jahre verantwortlich gemacht werden.

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Quelle: China Daily

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