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25. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Volksgesundheit

Sexuelle Aktivitäten sind hauptursache für AIDS-Ausbreitung in China

Die UNAIDS und die WTO haben den neuen AIDS-Bericht veröffentlicht, zum ersten Mal auch offiziell in China. Dabei zeigte sich, dass sich die meisten bei sexuellen Aktivitäten infizierend. Zunehmend auch bei Seitensprüngen.

Sexuelle Übertragung war die Ursache für etwa 72 Prozent der neuen HIV- und AIDS-Fälle in China im letzten Jahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der Infektionen unter homosexuellen und bisexuellen Männern bis auf 32 Prozent der neuen Fälle. Diese alarmierenden Zahlen veröffentlichten gestern Beamten der Weltgesundheitsorganisation WTO und eines gemeinsamen Programms der UNAIDS in Shanghai.

Die tatsächliche Zahl könnte allerdings noch viel größer, da die Statistiken nur die Patienten aufführen, die den medizinischen Einrichtungen gemeldet wurden. Am 31. Oktober gab es in China 319.877 HIV-Fälle. Darunter waren 102.323 AIDS-Patienten. Das Ministerium für Gesundheit und UNAIDS schätzen, dass sich bis zum Ende dieses Jahres bis zu 920.000 Chinesen mit HIV infizieren werden. Laut offiziellen Gemäss Schätzungen haben sich in diesem Jahr in China bereits über 48.000 Menschen mit dem Virus infiziert. Zwischen Januar und September letzten Jahres meldete das Ministerium 44.839 neue HIV- bzw. AIDS-Fälle.

Die Beamten haben diese Zahlen bei der Bekanntmachung des 2009 AIDS Epidemic Update und des UNAIDS Outlook Report 2010 genannt. Dies war das erste Mal, dass dieser jährliche Bericht offiziell in China veröffentlicht wurde. Vertreter von UNAIDS sagten, dass zwar die Zahl der Neuinfektionen um 17 Prozent gestiegen sei, doch betonten sie gleichwohl, dass der Gesamttrend in eine neue Richtung gehe.

Die Maßnahmen zur Vorbeugung halten nicht Schritt mit dem Wandel, der auch eine Zunahme von Erkrankungen wegen ungeschütztem Geschlechtsverkehr von Leuten umfasst, die in stabilen Beziehungen leben, hieß es in dem Bericht weiter. "Zum Beispiel ist es eine wichtige Angabe, dass auf Männer, die Sex mit Männern haben, 32 Prozent der neuen Fälle in China entfielen, während 40 Prozent der Infizierten zur heterosexuellen Gruppen gehören“, sagte Michel Sidibe, Direktor von UNAIDS. Er sagte, diese Dinge seien zu beachten, wenn sie eine neue Initiative zur HIV-Prävention starten.

Gesundheitsminister Chen Zhu sagte: "Sex ist zu einem wichtigen Faktor bei der Verbreitung von HIV in China geworden, und das Ministerium hat beschlossen, in wichtigen Regionen und bei Risikogruppen die Präventionsarbeit zu verbessern." Die chinesische Gesundheitsbehörde sagte, die HIV-Infektionen seien von den gefährdeten Bevölkerungsgruppen wie Prostituierte und deren Kunden, homosexuelle und bisexuelle Männer und Drogenkonsumenten auch auf weniger risikoreiche Bevölkerungsgruppen übergesprungen. „Die Häufigkeit von HIV und AIDS in China ist insgesamt niedrig, aber die Krankheit ist weit verbreitet in einigen Regionen und Teilen der Bevölkerung", sagte Chen.

Darüber hinaus sei es in Asien "dringend notwendig" die AIDS-Tests zu verbessern. In China werden weniger als ein Drittel der Menschen überhaupt auf eine HIV-Infektion untersucht. Chen sagte, das Ministerium werde den Zugang zu HIV-Tests verbessern, um so den Infizierten rechtzeitig eine Beratung zu geben und eine frühzeitige Behandlung zu ermöglichen. Er sagte auch, dass das Ministerium die HIV-Prävention unter den Wanderarbeitern fördern werde. Allerdings seien gezielte Maßnahmen eine komplizierte Sache, da in China Sex als ein Tabuthema betrachtet wird.

Die Regierung investiert immer mehr Geld in die AIDS-Prävention: So gab sie im Jahre 2003 noch 390 Millionen Yuan (57,1 Millionen US-Dollar) aus, inzwischen liegt die Zahl bei 994 Millionen Yuan im Jahr 2008. Im gleichen Zeitraum stiegen die Ausgaben der Lokalregierungen von 100 auf 600 Millionen Yuan, sagte Chen. China ", würdige und begrüße" die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, sagte Gesundheitsministerin.

Quelle: german.china.org.cn

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