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| 26. 11. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Der Vize-Außenminister Chinas sagte, dass die Flexibilität des Yuan-Wechselkurses erhöht werden könnte, und bestätigt somit die Aussagen der chinesischen Zentralbank vor einem Monat. Die Ankündigung des Ministers Zhang Zhijun folgte nach einer der People's Bank of China, welche die Währungspolitik und Finanzinstitutionen überwacht und sagte, dass sie ihr Währungswechselsystem überarbeite. China verspürt mehr internationalen Druck, seinen Yuan aufwerten zu lassen. Die Volksrepublik band den Yuan wieder stärker an den US-Dollar, nachdem die Rezession begonnen hatte. "China wird die Flexibilität des Yuan-Wechselkurses in Zukunft kontrolliert erhöhen, basierend auf der Marktnachfrage und auf einem Währungskorb", erklärte Zhang. Das Land werde aber seine Währungspolitik weiter unabhängig und kontrolliert durchführen.
Gipfeltreffen mit EU. Die Währungswechselkurse werden voraussichtlich im Zentrum des 12. Chinesisch-Europäischen Gipfeltreffens nächste Woche in Nanjing, der Hauptstadt der Provinz Jiangsu, stehen. Die wohlhabende Provinz trug letztes Jahr 18 Prozent zum Handel zwischen China und der EU bei. Drei EU-Politiker werden Ansprachen in Nanjing am 29. November, dem Vortag des Treffens halten, aber auch der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao und Zentralbankfunktionäre. Ferner werden auch noch das chinesische Finanzministerium und die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission Ansprachen halten. Die drei Europapolitiker sind Zentralbankpräsident Jean-Claude Trichet, der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker und Joaquin Almunia, der EU-Kommissar für wirtschaftliche und monetäre Angelegenheiten. Am im Jahre 1998 erstmals durchgeführten Gipfeltreffen werden auch Wen Jiabao, der EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und der schwedische Premierminister Fredrik Reinfeld, dessen Heimatland derzeit die EU-Präsidentschaft innehält, teilnehmen. Der neugewählte EU-Präsident Herman Van Rompuy und die Außenministerin Catherine Ashton werden nicht am Gipfeltreffen teilnehmen, da sie sich auf ihre neuen Rollen noch vorbereiten.
Am Gipfeltreffen wolle China eine gemeinsame Haltung mit der EU gegen protektionistische Maßnahmen finden, erzählte Sun Yongfu, Direktor des Büros für europäische Angelegenheiten des Handelsministeriums. "Wir importieren immer mehr Produkte aus dem Ausland, auch aus der EU", erklärte Sun. Zhang sagte, dass China und die EU auch nach Wegen zur Bekämpfung des Klimawandels suchen würden: "Das kommende Chinesisch-europäische Gipfeltreffen ist sehr wichtig für die Kopenhagenkonferenz." Das Chinesisch-Europäische Gipfeltreffen wird das zweite dieses Jahr und das dritte Zusammentreffen der Regierungen beider Parteien. Das letzte Chinesisch-Europäische Gipfeltreffen wurde im Mai in Prag abgehalten, nachdem es in China im Dezember verschoben worden war, da sich der französische Präsiden Nicolas Sarkozy mit dem Dalai Lama getroffen hatte. "Die EU ist pragmatisch in wirtschaftlichen Fragen mit China, aber sich sehr an einem Ideal orientiert, wie Menschenrechten und Wertehaltungen", meinte Zhao Junjie, ein Experte für Europastudien der chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften.
Quelle: China Daily
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