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| 16. 03. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Gefälschte Haushaltsgeräte und schlechter Kundendienst schaden einem Milliarden-Dollar schweren Programm der chinesischen Regierung zur Konsumförderung der ländlichen Haushalte, hieß es in einem Bericht.

Qualitätskontrolleure zeigen Anwohnern im Kreis Tancheng in der ostchinesischen Provinz Shandong, wie sie gefälschte Milchprodukte erkennen können. Die Aufklärungsmaßnahme fand im Rahmen des Internationalen Verbraucherschutztages am Montag statt.
Der Bericht, der am Sonntag im Vorfeld des Internationalen Verbraucherschutztages veröffentlicht wurde, deckte Probleme mit dem Programm "Haushaltsgeräte für ländliche Gebiete" auf, in dem die Regierung 13 Prozent der Kosten für Haushaltsgeräte für Familien auf dem Land trägt.
Eine Untersuchung der Chinesischen Gesellschaft für Qualitätsförderung, die in zehn Provinzen und Gemeinden zwischen Juli 2009 und Februar 2010 stattfand, deckte Probleme mit gefälschten Produkten und mit dem Kundendienst auf. Kundendienst-Filialen waren zu weit entfernt, der Zubehör zu teuer und der Service schlecht.
Während einer Diskussion der Untersuchungsergebnisse auf einem Forum für Verbraucherschutz in Beijing am Sonntag, sagte Chen Chuanyi, Generalsekretär der Gesellschaft: "Einige Unternehmen kleben falsche Markenbezeichnungen auf defekte Produkte und versuchen, diese auf dem Land zu verkaufen."
"Einige nutzen das Programm zum Abbau von Lagerbeständen und verkaufen Produkte mit geringer Leistungsfähigkeit zu niedrigen Preisen. Sie lügen die Kunden auf dem Land an und behaupten, dass die Regierung diese Verkaufsaktion unterstütze."
"Aufgrund der Abgelegenheit und der unermesslichen Weite der ländlichen Gebiete müssen die Bewohner normalerweise einen langen Weg zurücklegen, bevor sie zum nächsten Kundendienst Geschäft kommen, das sich oft in bevölkerungsreicheren Gegenden befindet."
Dem Bericht zufolge blieben 58 Telefonanrufe in den insgesamt 150 Kundendienststellen unbeantwortet. Das sind 39 Prozent aller Anrufe.
Außerdem waren 17 von 100 ländlichen Haushalten in den Provinzen Sichuan und Hebei und der Hauptstadt Beijing mit dem Kundendienst unzufrieden.
231 der 1000 Angestellten im Kundendienst kannten die Verkaufsrichtlinien und Kundendienstversprechen nicht.
"Zum Beispiel sollten Handyhersteller Ersatztelefone bereitstellen, wenn ein defektes Telefon nicht innerhalb einer Woche repariert werden kann. Einige Unternehmen konnten das nicht umsetzen", sagte Chen.
Bis zum Dezember letzten Jahres wurden 37,7 Millionen Haushaltsgeräte mit einem Umsatz von 69,3 Milliarden Yuan (7,41 Milliarden Euro) mithilfe des Programms verkauft. Die ersten Pilotversuche fanden im Jahr 2007 statt.
"Die 230 Millionen ländlichen Haushalte sind eine riesige Kundengruppe in China mit hohem Potential. Die derzeitige Regulierung des Kundendienstes wurde vor ein paar Jahren festgelegt. Viele Kunden haben in der Zwischenzeit Anpassungen und Verbesserungen vorgeschlagen", sagte Chen.
Quelle: China Daily
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