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| 22. 11. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
China Petroleum and Chemical Corporation (Sinopec) sowie PetroChina, stellen Dieselausfuhren wegen heimischer Engpässe vorübergehend ein und wollen jeweils 200.000 Tonnen importieren.
Die Sinopec, eines von Chinas größten Erdöl- und –gasunternehmen, gab am Freitag bekannt, das Unternehmen wolle 200.000 Tonnen Diesel importieren. PetroChina, Chinas größter Ölproduzent, will ebenfalls 200.000 Tonnen Diesel importieren. Rund 35.000 Tonnen hat das Unternehmen bereits eingeführt.
Insider sagten, Chinas Ausfuhrmenge an Diesel sei in den ersten neun Monaten des Jahres gestiegen, woraufhin die beiden Ölmultis ihre Ausfuhren erweiterten.
Sinopec macht aktuelle Preisspitzen im heimischen Markt, das damit verbundene Hamstern von Diesel, saisonale und Transportfaktoren sowie Maßnahmen zur Energieeinsparung dafür verantwortlich.
"Der wesentliche Grund für die Diesel-Knappheit ist das Branchenmonopol. Ölraffinerien sind nicht daran interessiert, die Produktion zu erhöhen, weil die Gewinnspannen in diesem Sektor relativ gering sind", sagte Qi Fang, Leiter der Handelskammer der Mineralölwirtschaft in der Provinz Hebei.
"Die beiden Ölgiganten arbeiten auf Basis einer Planwirtschaft, was zu einer unausgewogenen Angebots- und Nachfragesituation führt. Angebot und Nachfrage können sich leicht gegenseitig überflügeln, da die staatliche Planung mit den Veränderungen am Markt nicht Schritt halten kann", sagte Qi.
Statistiken des Hauptzollamts zeigen, dass China im Oktober 360.000 Tonnen Diesel exportierte - nur geringfügig weniger als die 368.100 Tonnen im September – sogar als der Dieselengpass größer wurde.
Die Dieseleinfuhren stiegen von 250.000 Tonnen im September auf 400.000 Tonnen im Oktober.
Viele chinesischen Städte sind seit Wochen knapp an Diesel, da Stromausfälle die Unternehmen dazu zwingen, Diesel zur Stromerzeugung zu nutzen. Einige Lokalregierungen schalten nun zum Ende des Jahres die Stromversorgung ab, um Emissionen zu reduzieren und so kurz vor Toresschluss die Umweltschutzziele der Regierung einzuhalten. Die Stromausfälle sind einer der Faktoren, die unbeabsichtigt Dieselknappheit verursachen.
Lange Autoschlangen und sogar Schilder mit der Aufschrift "ausverkauft" an Tankstellen sind immer häufiger in chinesischen Städten zu sehen. Über 2000 Tankstellen im Privatbesitz in Südchina haben wegen Dieselmangels dicht gemacht, wie die chinesische Handelskammer für die Petroleumindustrie letzte Woche mitteilte.
Quelle: China Daily
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