| Fortschritte bei AIDS-Bekämpfung |
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In der schwer von AIDS betroffenen Provinz Henan sind Fortschritte bei der Vorbeugung und Behandlung der tödlichen Immunschwächekrankheit gemacht worden. Dies erklärte der Leiter der zuständigen Kommission des Staatsrates und Vize-Gesundheitsminister Wang Longde am Dienstag in Beijing. Im laufenden Jahr habe die Zentralregierung Arbeitsgruppen in 38 von AIDS besonders schwer betroffene Dörfer der Provinz entsendet und mit der Aufgabe betreut, Gesundheitschecks durchzuführen und den Bewohnern eine kostenlose Behandlung zuteil werden zu lassen. In der Provinz Henan sind in den vergangenen Jahren viele Bauern bei kommerziellen Blutspendeaktionen mit dem HIV-Virus infiziert worden. Angesichts der kritischen Lage der AIDS-Ausbreitung in China habe die Regierung der Vorbeugung und Bekämpfung der tödlichen Immunschwächekrankheit Priorität eingeräumt. Wie Wang weiter bekannt gab, sei inzwischen landesweit ein System zur Vorbeugung und Bekämpfung von AIDS etabliert worden. Statistiken zufolge nimmt die Zahl der HIV-Infizierten und der an AIDS Erkrankten seit der Meldung des ersten Falles in China im Jahr 1985 rasch zu. Eine gemeinsame Untersuchung des chinesischen Gesundheitsministeriums und internationaler Organisationen im vergangenen Jahr wies in China rund 840.000 HIV-Infizierte aus, wobei bei etwa 80.000 Patienten die Krankheit bereits ausgebrochen war. Die Regierung habe angesichts der sich zuspitzenden Situation verschiedene Pläne zur Vorbeugung und Bekämpfung von AIDS erarbeitet, um systematisch gegen eine weitere Ausbreitung der Krankheit vorgehen zu können. Zugleich wurden zusätzliche Mittel aus dem Staatshaushalt für die AIDS-Bekämpfung zur Verfügung gestellt. Dazu sagt Wang: "In den letzten Jahren hat die Regierung der Eindämmung von AIDS große Bedeutung beigemessen und sich verstärkt dafür eingesetzt. So wurden die zur Verfügung gestellten Mittel von früher 120 Millionen Yuan pro Jahr auf 400 Millionen Yuan im Vorjahr aufgestockt. In diesem Jahr soll die Summe weiter auf 470 Millionen Yuan steigen." Die zusätzlichen Gelder sollen vor allem für verstärkte Präventivaufklärung, Untersuchung und Behandlung der AIDS-Kranken sowie für die weitere Erforschung des Virus verwendet werden. Außerdem sollen AIDS-Patienten verstärkt bei der Jobsuche und im alltäglichen Leben unterstützt werden. Inzwischen laufen landesweit staatliche Maßnahmen zur Unterstützung HIV-Infizierter und Erkrankter. So erhalten an AIDS erkrankte Personen, die von der Sozialhilfe zur Sicherung des Existenzminimums leben, AIDS-Medikamente kostenlos vom Staat. Personen, die freiwillig zu AIDS-Beratungen und -Tests gehen, erhalten zudem kostenlos Informationen und Beratungen zur AIDS-Vorbeugung. Auch der erste Test ist kostenlos. Zudem können AIDS-Waisen kostenlos die Schule besuchen. Darüber hinaus wurden in verschiedenen Landesteilen einheitliche Methoden zur Vorbeugung und Bekämpfung von AIDS erforscht und bekannt gemacht. So wurden in der zentralchinesischen Provinz Henan, wo relativ viele AIDS-Fälle registriert werden, mehr als 70 Funktionäre der Provinzregierung in 38 besonders betroffene Dörfer geschickt, um dort den infizierten oder bereits erkrankten Dorfbewohnern zu helfen. Dabei geht es insbesondere darum, Probleme und Schwierigkeiten bei der Erwerbstätigkeit und im täglichen Leben zu überwinden. Dazu meint Wang Longde: "Diese Beamten haben sachliche Hilfe geleistet. Dazu gehörten Untersuchungen für alle Dorfbewohner und kostenlose Behandlungen für AIDS-Patienten. Ferner wurden Straßen gebaut, Trinkwasserbrunnen gebohrt sowie Grundschulen und medizinische Behandlungsräume errichtet. Außerdem unterstützen diese Beamten die Einwohner bei der Arbeit und im Alltag. Inzwischen geht es den Einwohnern der von AIDS schwer betroffenen Dörfern besser." Wang bezeichnete ferner die Aufklärung als die wichtigste vorbeugende Maßnahme im Kampf gegen AIDS. Auch dafür habe sich die Regierung mit aller Kraft eingesetzt. So seien Aufklärungsplakate mit Informationen über Infektionsmöglichkeiten sowie über die einschlägigen staatlichen Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung von AIDS gedruckt worden. Diese Plakate sollen in jedem Dorf in China angebracht werden. Zudem arbeiten die Behörden eng mit Nichtregierungsorganisationen zusammen, um auch in der Öffentlichkeit für eine verstärkte Aufklärung zu sorgen. Laut Wang werde China künftig bei der Vorbeugung und Bekämpfung von AIDS verstärkt auf Aufklärung setzen, um so einer weiteren Ausbreitung Einhalt zu gebieten. (CRI/China.org.cn, 30. Juni 2004)
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