DIHK-Geschäftsführer gegen Beschränkungen bei Textilimporten

Der Geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, hat eine Beschränkung für chinesische Textilimporte in der EU abgelehnt.

Wansleben äußerte sich am Mittwoch, nachdem die EU-Kommission im April beschlossen hatte, die Marktentwicklung von neun chinesischen Textilprodukten zu untersuchen, und Fachleute über eine mögliche Beschränkung von Textilimporten aus China nachdachten.

"Nur vier Monate nach Ende der Reglementierung bei Textilien und Bekleidung ist die Forderung nach erneutem Schutz vor Wettbewerb ein Schlag gegen europäische Hersteller und Händler, die sich während der zehnjährigen Periode des Übergangs vom Quotenhandel zum Wettbewerb erfolgreich auf die neue Situation vorbereitet haben", sagte er.

"Einseitige europäische Schutzmaßnahmen gegen wettbewerbsfähige chinesische Produkte liefern China und anderen WTO-Mitgliedern den Vorwand für vielfältigen Protektionismus durch die Hintertür", sagte er.

Ende April hatte der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie mitgeteilt, dass seit dem Ende des Quotensystems nicht so viele billige chinesische Textilprodukte auf den deutschen Markt drängen, wie von vielen vorher erwartet.

(China.org.cn, Xinhua, 13 .Mai 2005)