Details zu Textilexportquoten bekannt gegeben

Das chinesische Handelsministerium hat am Mittwoch die Exportbeschränkungen für Textilprodukte in die EU bekant gegeben. Demnach dürfen die Ausfuhren von Pullovern, Hosen und Blusen in den kommenden zwei Jahren nur um maximal 10 Prozent pro Jahr steigen. Bei Bett- und Tischwäsche liegt die Quote bei 12,5 Prozent jährlich.

Die Quoten sind das Ergebnis der 10-stündigen Verhandlungen zwischen dem chinesischen Handelsminister Bo Xilai und EU-Handelskommissar Peter Mendelsohn am Samstag in Shanghai.

Die EU hat zugestimmt, die Untersuchungen zu zehn chinesischen Textilprodukten, darunter T-Shirts, Kleider, Pullover, Tischwäsche und Flachsgarn, einzustellen.

                                                                         (Quelle: CE.cn)

"Die Lösung ist recht vernünftig für beide Seiten", sagte Mei Xinyu vom chinesischen Handelsministerium.

Der Direktor des Instituts für Ausländische Wirtschaft bei der staatlichen Kommission für Reform und Entwicklung, Zhang Yansheng, sieht die Lösung nicht so optimistisch.

"Die ausgehandelten Quoten stellen nur in einem sehr begrenzten Umfang eine Win-Win-Situation dar", sagte Zhang. "Für die meisten chinesischen Textilhersteller mit ihrer riesigen Kapazität sind sie ein schwerer Schlag."

Experten befürchten, das die neuen Exportquoten einen gnadenlosen Konkurrenzkampf in der Textilindustrie auslösen werden.

(China.org.cn, Xinhua, 17. Juni 2005)