Kurzinformation über die Qinghai-Tibet-Eisenbahn

Der Bau der Qinghai-Tibet-Eisenbahn war eine wichtige strategische Entscheidung, die das Zentralkomitee der Partei und der Staatsrat zu Beginn des neuen Jahrhunderts getroffen haben. Dies war eines der vier kennzeichnenden Projekte in der Periode des 10. Fünfjahresplans (2001-2005), und zählt auch zu den wichtigsten Schwerpunktprojekten im Rahmen der groß angelegten Erschließung Westchinas.

Am 15. Oktober 2005 erklärte die chinesische Regierung, alle Schienen der Qinghai-Tibet-Eisenbahn seien gelegt.

Von Xining, Hauptstadt der Provinz Qinghai, bis zu Lhasa, Hauptstadt des Autonomen Gebiets Tibet, ist die Eisenbahnlinie insgesamt 1956 Kilometer lang. Sie ist damit die längste und höchstgelegene Eisenbahnstrecke der Welt. 960 Kilometer der Strecke liegen mehr als 4000 Meter über dem Meeresspiegel. Im Jahr 1979 wurde eine 814 Kilomter lange Strecke zwischen Xining und Golmud fertiggestellt und im Jahr 1984 in Betrieb genommen. Am 29. Juni 2001 wurde der Bau mit der Strecke zwischen Golmud und Lhasa begonnen, die 1142 Kilometer lang ist.

Der höchste Punkt der Eisenbahnlinie Qinghai-Tibet liegt 5072 Meter über dem Meeresspiegel. Die Strecke führt insgesamt 550 Kilometer über Dauerfrostboden. Infolge der schlechten Naturbedingungen wie lang andauernder Kälte, Sauerstoffmangel, des störempflindlichen Öko-Systems und aktiver Bewegungen der Erdkruste, hat die Eisenbahnstrecke die höchste Investitionssumme für den Umweltschutz und fortschrittliche Technologien in Anspruch genommen.

Mit der Eisenbahnlinie endete eine historische Epoche, in der das Autonome Gebiet Tibet nicht mit dem Zug zu erreichen war. Die neue Strecke trägt dazu bei, die Verkehrsbedingungen und damit das Investitionsumfeld auf dem Qinghai-Tibet-Plateau zu verbessern und zugleich die Ressourcenerschließung und die schnelle Wirtschaftsentwicklung Tibets zu fördern. Darüber hinaus wird sie bei der Verstärkung der Beziehungen zwischen den Provinzen im Landesinneren und Tibet, bei der Förderung des kulturellen Austauschs zwischen der tibetischen Nationalität und anderen Nationalitäten Chinas sowie bei der Stärkung der nationalen Einheit eine wichtige Rolle spielen.

(China.org.cn, Xinhua, 21. Juni 2006)