Über die Beziehungen zwischen der Entwicklung der deutschen dualen Berufsausbildung und der deutschen Direktinvestitionen in China

Die Direktinvestitionen aus Deutschland sind in China immer ein heißes Thema. Seit der Einführung der Reform- und Öffnungspolitik in den 80er Jahren entwickelt sich die chinesische Wirtschaft sehr schnell und ist in den 90er Jahren in eine neue Phase eingetreten. China ist zu einem der beliebtesten Investitionsgebiete für ausländische Investoren geworden. Im Jahre 1994 flossen ungefähr 33 Milliarden US-Dollar nach China, viel höher als die 3 Milliarden US-Dollar der ausländischen Entwicklungshilfe für China.

Deutschland nimmt innerhalb der EU den fünften Platz als chinesischer Handelspartner ein. Die Besonderheiten der deutschen Direktinvestition zeigen sich in ihrem hohen Technologiegehalt und guten Ruf, laut Sun Zhenyu, Vizeminister des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Außenhandel.

Die deutschen Joint Ventures in China haben bei der Einführung fortschrittlicher Technik und bei der Verstärkung der Ausbildung des Verwaltungspersonals, des Services und der Produktionsqualität große Beiträge geleistet, so daß eine sehr gute gesellschaftliche Effizienz erzielt worden ist. Firmen wie Volkswagen, Siemens, Höchst, BASF und andere Unternehmen haben schon sehr erfolgreiche Joint Ventures in China errichtet. (1)

Es ist erwiesen, daß die deutschen Direktinvestitionen in China sowohl praktisch als auch erfolgreich sind. Auf der Basis der Benutzung der fortgeschrittenen Technik und Instrumente, der Geldmittel und modernen Verwaltungsmethoden bietet China im Gegenzug billige Arbeitskräfte und reiche Ressourcen.

Zwar werden die Direktinvestitionen der deutschen Unternehmen in China hoch eingeschätzt, aber das heißt nicht, daß die deutschen Joint Ventures oder andere Kooperationsunternehmen alle gut laufen. Obwohl die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China eine sehr gute Grundlage besitzt, sowie die starke Komplementarität der Wirtschaft beider Länder, ist die Durchführungszeit der Reform- und Öffnungspolitik beschränkt. Die deutschen Unternehmen benötigen einen relativ langen Anpassungsprozeß und die bilaterale Zusammenarbeit steht gerade erst in der Anfangsphase. Es gibt noch viel zu verbessern. Die Förderungsmaßnahmen für deutsche Direktinvestitionen in China sind von der gemeinsamen Forschungsgruppe für die „Förderung deutscher Direktinvestition in China“ des Instituts für Internationale Wirtschaftliche Zusammenarbeit von Moftec und dem deutschen Forschungsinstitutes für Entwicklung vorgeschlagen. Ich zitiere ihre Analyse:

Die Förderungsmaßnahmen wurden von dem deutsch-chinesischen Forschungsteam in den folgenden vier Engpaßbereichen der Unternehmen untersucht: Informations- und Beratungsdienstleistungen zur Verringerung der Intransparenz, Finanzierungsinstrumente zur Erleichterung des Kapitalzugangs, spezielle Infrastrukturmaßnahmen zur Vereinfachung der Suche nach geeigneten Büro- und Produktionsräumen sowie Unterstützung bei der Qualifizierung der chinesischen Mitarbeiter zur Verbesserung des Produktionsprozesses. Die Untersuchung ergab, daß der Stellenwert der Maßnahmen aus Sicht der Unternehmen unterschiedlich ist: Während die Unterstützung bei der Information und Beratung sowie bei der Ausbildung für die meisten Unternehmen sehr wichtig ist, hat die Unterstützung bei der Finanzierung und der materiellen Infrastruktur eine nachgeordnete Bedeutung: (2)

Die Berufsausbildung ist sicher bedeutungsvoll für die Entwicklung der vier Engpaßbereiche, besonders auf dem Gebiet der Informationsberatung und der Personalausbildung, und wird auch zum Nutzen der Entwicklung der deutschen Direktinvestitionen in China sein. Hier möchte ich die Beziehung zwischen der Berufsausbildung oder -fortbildung und der deutschen Direktinvestition in China zur Diskussion stellen.

1. Die deutsche Tradition der Berufsausbildung

und ihre Funktionen für die Wirtschaft

Die deutsche Berufsausbildung, besonders mit dem Dualsystem als Kern, ist weltweit berühmt und gehört zu einem der drei wichtigen Modelle der Berufsausbildung. Durch die Verbindung der Theorie und der Praxis und der engen Zusammenarbeit der Schulen und Betriebe ist das Ziel dieser Ausbildung, Fachleute heranzuziehen, die gleich nach dem Abschlu?die Aufgaben im Unternehmen bewältigen können.

Die deutsche Regierung hat nach Kriegsende weitblickend auf die Berufsausbildung als einen wichtigen Bestandteil des Wirtschaftswiederaufbaus großen Wert gelegt und hohe Summen an Geldmittel investiert, und damit eine solide Grundlage für das deutsche Wirtschaftswunder geschaffen werden konnte.

Im Entwicklungsprozeß der Bundesrepublik Deutschland spielt die deutsche Berufsausbildung nicht nur einfach die Rolle der Wissensvermittlung, sondern eine ganz entscheidende Rolle bei der Wirtschaftsentwicklung. Somit wurde sie zu einem auf die Wirtschaftsentwicklung beeinflussenden und das Wirtschaftsgedeihen realisierenden wichtigen Faktor. Dies ist nicht nur von der deutschen Regierung anerkannt worden, sondern auch tief ins Herz der deutschen Nation eingedrungen. Sie entspricht dem deutschen Geist sowie dem Streben nach Qualität, Vertrauenswürdigkeit und Sorgfalt.

2. Die Zusammenarbeit der chinesisch-deutschen Berufsausbildung

Nach der Einführung der Reform- und Öffnungspolitik in China nahm die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China auf dem Gebiet der Berufsausbildung ihren Lauf. 1983 ist das erste deutsch-chinesische Kooperationsprojekt, das Berufsbildungszentrum für das Bauwesen Nanjing unter der Koordinierung des Bildungsministeriums und der direkten Zusammenarbeit der Hanns-Seidel-Stiftung und dem Bildungsamt Nanjing, in die Tat umgesetzt worden. Danach konnte die chinesisch-deutsche Zusammenarbeit im Bereich der Berufsausbildung sich reibungslos entwickeln und große Erfolge erzielen.

Diese Zusammenarbeit wird von einigen wichtigen Institutionen getragen. In Deutschland zählt die Zusammenarbeit in der Berufsausbildung zum einen Teil zur Entwicklungshilfepolitik und zum anderen Teil zum Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMWZ). Die konkreten Projekte werden im Auftrag des BMWZ von der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit, der Hanns-Seidel-Stiftung, der Deutschen Stiftung für Internationale Entwicklung (DSE) und der Carl-Duisburg Gesellschaft durchgeführt. Die Arbeitsverteilung und die Kooperationssituation dieser genannten Organisationen sieht wie folgend aus:

Der direkte Ansprechpartner der GTZ und der DSE in China ist Moftec. Das Bildungsministerium trägt die Verantwortung für die jeweiligen Kooperationsprojekte. Im Rahmen der Kanzlerinitiative führt die GTZ hauptsächlich die konkrekten Projekte der Berufsausbildung an der Tonji-Universität, das der Angewandten Fachhochschule in Hangzhou, der Lehrkräfte für Arbeit und Technik in Suzhou, der landwirtschaftlichen Berufsausbildung an der Tangshan in der Provinz Hebei aus. Die Aufgabe der DSE besteht größten Teils aus der Fortbildung des Verwaltungspersonals auf hoher Ebene.

Der Partner der Hanns-Seide-Stiftung ist die Abteilung für Auswärtige Angelegenheiten der damaligen Staatlichen Erziehungskommission, die jetzige Abteilung für Internationale Zusammenarbeit des Bildungsministeriums. Seit den Anfängen der Reform- und Öffnungspolitik arbeitet die Hanns-Seidel-Stiftung eng mit der chinesischen Seite zusammen und hat bisher zwölf Kooperationsprojekte des dualen Bildungssystems in Shanghai, Jiangsu und anderen Provinzen gegründet. Die deutsche Seite hat insgesamt 600 Millionen DM (3) investiert. Der Schwerpunkt seit 1997 liegt auf der Verbereitung der Erfahrungen aus den bestehenden Projekten in den Zentral- und Westgebieten.

Die Carl-Duisburg Gesellschaft arbeitet mit dem Verwaltungsverein der chinesischen Unternehmen zusammen. Das ist der direkte Weg der Zusammenarbeit mit Unternehmen.

Die beiden Regierungen schenken der Zusammenarbeit der Berufsbildung große Aufmerksamkeit. Li Peng, damaliger chinesischer Regierungschef und Helmut Kohl, der ehemalige deutsche Bundeskanzler haben den Kooperationsvertrag über die Zusammenarbeit der Berufsbildung unterzeichnet und somit eine Koordinierungsgruppe auf einer sehr hohen Ebene gegründet. Von chinesischer Seite aus besteht die Gruppe aus der Leitung von Moftec, aus der Staatlichen Erziehungskommission (SEK), dem Arbeitsministerium, dem Landwirtschaftsministerium, dem Maschinenbauministerium und anderen Investitionen. Auf deutscher Seite gibt es neben den Mitgliedern unter der Leitung des BMWZ noch die Wirtschaftskreise und die Lokalregierungen. Alle zwei Jahre findet eine Konferenz auf Ministerebene statt, um über die wichtigsten Probleme der Bildungszusammenarbeit zu diskutieren und Vorschläge zu machen.

In einem Artikel „die Erfolge der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit in der Berufsausbildung“ hat Jiang Dayuan die Erfolge in den folgenden drei Punkten zusammengefaßt:

Durch Untersuchungen und Forschung sind die Erfahrungen beim Lernen unter dem deutschen dualen Bildungssystem gewonnen worden. Das Projekt und die Modellschulen haben auf dem Gebiet der Berufsausbildung in China eine Beispielfunktion ausgeübt, und dadurch die Wirtschaft gefördert. Darüber hinaus arbeiten sie mit den Berufsschulen bei der Berufsausbildung zusammen und beschleunigen die Reform der chinesischen Berufsausbildung.

Eine Reihe von berufsausbildenden Schulen ist errichtet worden, die im Hinblick auf Lehrkräfte, Ausstattung, sowie Unterrichtsinhalt und -methoden einen modernen Standard erreicht haben. Die Absolventen dieser Schulen werden durch ihre überdurchschnittlichen Qualifikationen, also wegen der qualifizierten Fertigkeit und der besonders guten beruflichen Kompetenz, von der Gesellschaft und den Unternehmen anerkannt.

Mit deutscher Unterstützung sind das Zentralinstitut für Berufsausbildung in Beijing und zwei regionale Institute für Berufsausbildung in Shanghai und in der Provinz Liaoning mit guten Ausgangsbedingungen aufgebaut worden.

Zweifellos stellen die hochqualifizierten Absolventen chinesischer Berufsschulen unter dem dualen Berufsausbildungssystem ideale Fachkräfte für deutsche Unternehmen in China dar. Noch wichtiger ist, daß diese Ausbildung schon in einem großen Umfang entwickelt und die Erfahrungen des deutschen Dualsystems nach chinesischen Verhältnissen erzielt worden sind. Das heißt, diese chinesische Schüler sind hochqualifiziert und verfügen über Kompetenzen, die der chinesischen Situation entspricht und sind somit ideal Mitarbeiter für deutsche Unternehmen. Außerdem sind eine Reihe Berufsschulen mit Hilfe der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit mit hohem Niveau errichtet worden. Das spricht für die Ausbildungsfähigkeit chinesischer Berufsbildungskreise. Die Förderungsmaßnahmen für die Westgebiete von der Abteilung für Internationale Zusammenarbeit des Bildungsministeriums und der Hanns-Seidel-Stiftung werden die Entwicklung dieses Prozesses vorantreiben und somit eine günstige Investitionsumwelt und die Voraussetzungen für deutsche Unternehmen in China bilden.

3. Die Forderung deutscher Unternehmer in China nach qualifizierter Berufsausbildung

Wegen der guten und langen Berufsausbildungstradition in ihrer Heimat verlangen die deutschen Unternehmen auch hohe Personalqualifikationen im Ausland. Bei einer Untersuchung ist festgehalten worden, daß alle Unternehmen sehr aktiv die Fortbildungsarbeit unterstützen und auch zusätzlich dafür bezahlen wollen.

Es ist aus der Untersuchung zu erkennen, daß die deutschen Unternehmen in die Qualifikationen des Personals investieren wollen. Denn die Deutschen sind davon überzeugt, daß erstklassige Erzeugnisse und Unternehmen nur durch hochqualifizierte Mitarbeiter ins Leben gerufen werden können. Dafür spricht ein gutes Beispiel des deutschen Wirtschaftswunders in den sechziger Jahren. In der damaligen schwierigen wirtschaftlichen Situation entschied sich die deutsche Regierung, die Berufsausbildung zu investieren, denn die Erhöhung der Qualifikationen spielen bei der Wirtschaftsentwicklung eine sehr entschiedene Rolle.

Frau Berke von der Gemeinschaft für Deutsche Industrie (GDI) zitiert in ihrem Artikel „der Förderbereich Aus- und Fortbildung“ wie folgend:

Zwei Drittel der japanischen und deutschen Unternehmen haben große Schwierigkeiten im Bereich der Aus- und Fortbilung ihrer lokalen Mitarbeiter. Knapp zwei Drittel der japanischen und die Hälfte der deutschen Unternehmen sehen diesen Bereich als bedeutenden zukünftigen Schwerpunkt der staatlichen Unterstützung. Die Schwierigkeiten ergeben sich

- aus der veränderten Aufgabenstellung für das chinesische Personal im Joint Venture. Das Personal wird in den meisten Fällen vom chinesischen Partner übernommen und steht anfangs neuen Aufgaben gegenüber.

- aus Mängeln im chinesischen Ausbildungssystem, insbesondere unzureichende Aus- und Fortbildung sowohl im kaufmännischen als auch in dem technischen Bereich (Management und Verwaltung)

- durch noch nicht ausreichende unternehmensinterne Ausbildungsbemühungen in deutschen Unternehmen. Zu diesen Bemühungen zählt sowohl die Entsendung von chinesischen Mitarbeitern nach Deutschland, wie auch die Unterweisung durch deutsche Experten, teilweise in eigenen Ausbildungsstätten.

Zusammengefaßt heißt das, daß die Berufsfortbildungssituation der deutschen Unternehmen in China noch nicht völlig gelöst ist.

Large corporations, moreover, have tried other modes of training, which SMEs are generally not capable of implementing due to their financial and personnel constraints. These include intracompany seminars and Englisch language courses.The attempts to conduct in-house training are exemplified by the approaches of three German corporations. One of the corporations appointed a personnel officer who is in charge of integrating center for ist employees. The third corporation expandet the training school that was taken over from the Chinese joint venture partner. Nevertheless, German managers also mentioned difficulties in education and training that become more relevant in the long run. These include the narrow focus and theoretical outlook of the Chinese education system, staff deficiencies in technical expertise, and a lack of will to schoulder responsibility and share information. (5)

4. Die jetzige Beziehungssituation zwischen den Projekten der deutsch-chinesischen Berufsbildungszusammenarbeit und ihre Analyse

Zusammengefaßt wird deutlich, daß die Kooperationsprojekte der deutsch-chinesischen Berufsbildung schon mit den deutschen Direktinvestitionsunternehmen in China die Beziehung der Zusammenarbeit in einigen Bereichen errichtet haben, hauptsächlich in der Nutzung der Absolventen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Kooperationsprojekt „Elo Shanghai“ unter der Zusammenarbeit der Abteilung für Internationale Zusammenarbeit des Bildungsministeriums und der Hanns-Seidel-Stiftung. Der deutsche Experte Gigl von Elo Shanghai erklärte mir, daß er unmittelbar an die deutschen Unternehmen in Shanghai herantritt, um seine Schüler Praktikanten anzubieten. Bisher funktioniert das System sehr gut und die Absolventen sind sehr beliebt bei den deutschen Unternehmen. Manche Betriebe möchten sogar nach der Beendigung des Modells des dualen Berufsausbildungssystem einen Vertrag mit den Schulen unterzeichnen und weiterhin Praktikumplätze anbieten sowie Bildungskosten übernehmen. Das ist aber nur eine Sondersituation bei den Kooperationsprojekten der deutsch-chinesischen Berufsausbildung und den deutschen Direktinvestitionsunternehmen in China.

Die Hauptgründe beinhalten folgende Punkte:

1. Der Bekanntheitsgrad der deutschen staatlichen Bildungsinstitutionen ist nicht hinreichend hoch. Die meisten Unternehmen kannten nur einzelne Institutionen, hatten aber keinen Überblick über alle Einrichtungen. Der Bekanntheitsgrad differenziert zudem erheblich. So waren die vom deutschen Staat unterstützten Ausbildungszentren insbesondere der GTZ, der Senior-Experten-Service und die Carl-Duisberg-Gesellschaft die bekanntesten staatlichen Einrichtungen für berufliche Bildung. Die Unternehmen haben sich deshalb eine umfassende Information über weitere staatliche Einrichtungen gewünscht.

Nur knapp ein Drittel der Unternehmen finden einen bedarfsgerechten Zuschnitt bei der Mehrheit der Bildungsinstitutionen. Das zeigt sich auch in der Tatsache, daß weniger als ein Sechstel der Unternehmen Absolventen der von deutscher Seite unterstützten Einrichtungen eingestellt haben. (6)

2. Es fehlt noch eine engere Verbindung und Koordinierung zwischen den deutschen Wirtschafts- und Berufsbildungskreisen. Das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit trägt die Verantwortung für die Entwicklungshilfe, dann erst für die Berufsausbildung in China und die Verantwortung für Investitionen tragen die deutschen Unternehmen. Frau Berke weist auf diese vertrakte Situation hin:

Es gibt bereits einige erfolgsversprechende Ansätze, die auf die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Einrichtungen und deutschen Joint Ventures bauen. Dazu zählt das durch die GTZ geförderte Aeronautical Apprentice Training Center, das GTZ-Förderprogramm, welches finanzielle Zuschüsse für betriebliche Ausbildung in Joint Ventures bereitstellt, das neue GTZ-Koordinations-Projekt für den Großraum Shanghai sowie verschiedene Initiativen der Hanns-Seidel-Stiftung. (7)

Aber die Verbindung zwischen Ausbildungsinstitutionen und Unternehmen ist noch nicht so eng, daß die beiden sich gegenseitig wirklich wie gewünscht fördern können. Dafür sprechen sehr viele Gründe und es gibt sicher sehr viele Projekte in diesem Gebiet ins Leben zu rufen und zu fördern.

3. Die Teilnahme und Förderung der chinesischen Wirtschafts- und Berufsbildungskreise sind notwendig. Obwohl die bisherige Studie sich hauptsächlich um die Wünsche der deutschen Seite bemüht hat, halte ich die Teilnahme der chinesischen Institutionen und Behörden für ganz wichtig. Da die Zusammenarbeit wechselseitig sein sollte, wäre es unglaubwürdig, wenn die Unternehmen auf dem chinesischen Markt ohne die aktive Teilnahme und Unterstützung der chinesischen Regierung und Wirtschaftskreise sich gesund und gut entwickeln könnten. Die jetzige auseinandergehende Situation zwischen den deutsch-chinesischen Kooperationsprojekt der Berufsausbildung und den deutschen Unternehmen in China benötigt nicht nur die weitere Förderung und Koordinierung der deutschen Seite, sondern auch die Koordinierung und Zusammenarbeit der chinesischen Wirtschafts- und Berufsbildungskreise. Dies würde sicherlich zu der Einführung weiterer deutscher Investitionen und weiterem High-Tech in China beitragen.

5. Die Ergänzung der Berufsausbildung und der wirtschaftlichen Entwicklung und die gegenseitige Förderung des Modells des „Dualsystems“

Die wirtschaftliche Zusammenarbeit der beiden Ländern hat eine breite Perspektive und verfügt über ein großes Potential. Die beiden Regierungen hoffen auf eine rasche Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen und Handelsbeziehungen, somit ist eine gute wirtschaftliche Basis für die bilateralen politischen Beziehungen geschaffen worden. Aber andererseits muß der Gesetzmäßigkeit der Wirtschaft streng gefolgt werden, sowohl bei der wirtschaftlichen Zusammenarbeit als auch in Joint Ventures bzw. in anderen Unternehmensformen. Wichtig ist es eine gute Investitionsumwelt zu bilden. Dieser Begriff beinhaltet sehr viele Elemente, z.B. eine gute Infrastruktur, Informationen, Beratungen, gesetzliche Rahmenbedingungen, die Unterstützung der Politik und auch die Berufsausbildung. Für die deutschen Investoren sind die im dualen Bildungssystem ausgebildeten Arbeitnehmer in China besonders attraktiv. Deshalb ist die Erkenntnis sehr wertvoll, daß die durch die deutsch-chinesischen Kooperationsprojekte ausgebildeten hochqualifizierten Fachkräfte dem Wirtschaftsaufbau des Landes und der Bereitschaft zu Investitionen besser dienen können. Die Vorteile sind wie folgend:

1. Wegen der Herkunft des dualen Berufsausbildungssystems gefällt diese Form den Deutschen am besten.

2. Die in dem System ausgebildeten Fachkräfte sind wirklich hochqualifiziert.

3. Für die deutschen Direktinvestitionsunternehmen in China werden die Qualifikationen des Personals erhöht und die Bildungskosten reduziert.

Die Bildungsressourcen der chinesisch-deutschen Kooperationsprojekte im Bereich der Berufsausbildung sollten vollständig verwendet, damit eine gute Umwelt für hochqualifizierte Fachkräfte geschaffen wird. Es wird sicher nicht nur zum Nutzen der Erhöhung der Effizienz der deutschen Unternehmen dienen, sondern ist auch viel attraktiver für angehende Investoren aus Deutschland. Folgende Entwicklung wäre wünschenswert:

1. Die Methode des Elo-Projektes aus Shanghai nachzumachen. Die Berufsschulen sollten sich aktiv mit den deutschen Unternehmen in Verbindung setzen, um eine Partnerschaft oder eine relativ stabile Kooperationsbeziehung zu bilden.

2. Auf dieser Grundlage könnte die Zusammenarbeit dieses Typs in einem bestimmten Umfang in die Tat umgesetzt werden. 1997 erklärte das Bildungsministerium auf der Basis der mehr als zehnjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Hanns-Seidel-Stiftung ganz klar, daß die guten Erfahrungen der jetzigen Projekte in den Zentral- und Westgebieten verbreitet werden sollten. Die Provinzen Gansu und Yunnan sind zur Zeit als Versuchsgebiete ausgewählt, somit ist eine gute Grundlage für die Kooperation dieses Typs geschafft.

3. Die Erfahrungen sollten nach einem bestimmten Zeitraum zusammengefaßt werden, damit die Koordinierungs- und Standardisierungsarbeit weiter vorangetrieben werden kann. Es wird die aktive Teilnahme und Koordinierung der Wirtschafts- und Bildungsbehörden der Regierung, z. B. eine enge Zusammenarbeit der Bildungsschichten und Wirtschaftskreise, benötigt.

Die angemessene Entwicklung des deutschen dualen Bildungssystems und die Garantie über hochqualifizierte Fachkräfte für die deutschen Direktinvestitionsunternehmen in China zu gewährleisten, wird sicherlich die Entwicklung der deutschen Direktinvestition in China und die Vermehrung der deutschen Investitionssumme fördern. Im Gegensatz dazu werden mit der Vermehrung der deutschen Direktinvestition in China die Anforderungen an die Fachkräfte erhöht werden. Die Berufsausbildung und die Wirtschaftsentwicklung werden, sich ergänzen und wechselseitig die Entwicklung Chinas fördern.

Zitate:

1. "Die deutschen Direktinvestitionen in China", Seite 10

2. wie oben Seite 5

3. „Die Geschichte und gegenwärtige Politik der auswärtigen Angelegenheiten des Bildungswesens“, Seite 274

4. „Die deutschen Direktinvestitionen in China, Seite 87

5. wie oben Seite 181

6. wie oben Seite 87

7. wie oben Seite 88

Nachrichten
Inland
International
Wirtschaft
Reise
Gesellschaft
Autoritative Meinungen
Politische Maßnahmen
Investition
in China
Leben in China
Sprachkurs