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In den Bereichen Kultur und Kunst, Rundfunk, Film und Fernsehen, Presse
und Verlagswesen war eine relativ schnelle Entwicklung zu verzeichnen.
Ende 2002 gab es landesweit 2592 Künstlerensembles, 2847 Kulturhäuser,
2689 öffentliche Bibliotheken, 1451 Museen, 306 Rundfunkstationen,
770 Mittel- und Kurzwellen-Rundfunksende- bzw. -relaisstationen und 360
Fernsehstationen. Landesweit gab es 96,38 Mio. Kabelfernsehbenutzer. 2002
wurden 100 Spielfilme und 69 populärwissenschaftliche Filme, Dokumentarfilme
bzw. Zeichentrickfilme gedreht. Die Gesamtauflage von überregionalen
und provinziellen Zeitungen betrug 23 Mrd. Exemplare, die von Zeitschriften
3 Mrd. Exemplare und die von Büchern 6,8 Mrd. Exemplare. Ende 2002
gab es im ganzen Land 3902 Archive, 49,08 Mio. verschiedene Archivdokumente
waren der Öffentlichheit zugänglich.
China
ist eines der auflagenstärksten Länder der Welt geworden.
Unvollständigen Statistiken zufolge wurden 2002 in China 178 880
verschiedene Bücher, darunter 99 959 neue Bücher und 78 921
neu aufgelegte bzw. neu gedruckte Bücher, herausgegeben, ein Plus
von 12% gegenüber 2001. Der Umsatz in diesem Bereich betrug 72,68
Mrd. Yuan und der Gewinn 4,93 Mrd. Yuan, ein Plus von 5,5% bzw. 6,5% im
Vergleich zu 2001.
Bisher gibt es landesweit 55 Verlagsgruppen, 17 große Filialkettenzentralen,
15 Buchhandlungen mit je einer Fläche von mehr als 10 000 Quadratmeter,
2111 Ladenketten in verschiedenen Formen und 8 große logistische
Buchzentren. Der Aufbau von Handelskettenzentralen und logistischen Zentren
sowie der Service in den Läden werden stetig standardisiert.
Die Einzelhandelsmärkte für Bücher, Zeitungen und Zeitschriften
werden schrittweise geöffnet. Im Jahr 2002 erlaubte China in
Übereinstimmung mit seinen Versprechen gegenüber der WTO einer
kleinen Anzahl von Firmen mit Auslandskapital, in die Einzelhandelsmärkte
für Bücher, Zeitungen und Zeitschriften in Beijing, Shanghai
und vier anderen Städten sowie den Wirtschaftssonderzonen Shenzhen,
Zhuhai, Shantou, Xiamen und Hainan einzutreten. Es wird im zweiten Jahr
nach seinem WTO-Beitritt die Einzelhandelsmärkte für Bücher,
Zeitungen und Zeitschriften in Chongqing, Ningbo und allen Provinzhauptstädten
und im dritten Jahr die Groß- und Einzelhandelsmärkte für
Bücher, Zeitungen und Zeitschriften in allen Städten öffnen
und die Beschränkungen für die Einzelhandelsbetriebe mit Auslandskapital
hinsichtlich der Zahl, der geographischen Verteilung und der Aktionärsrechte
aufheben. Bisher haben über 60 Unternehmen mit Auslandskapital Vertretungen
auf dem Festland Chinas eingerichtet. Sie haben vor, Anträge für
das Investment in die Gründung von Einzelhandelsbetrieben für
Bücher, Zeitungen und Zeitschriften zu stellen.
Einigen auswärtigen Satellit-TV-Kanälen ist erlaubt worden,
in begrenzter Weise in China einzutreten. Anfang 2003 erlaubte die
Staatliche Verwaltung für Rundfunk, Film und Fernsehen 30 auswärtigen
Satellit-TV-Kanälen, darunter Bloomberg, StarTV unter dem Banner
der News Group, Phoenix TV, CNN, HBO und BBC World, in begrenzter Weise
auf dem Festland Chinas empfangen zu werden.
Das Kulturministerium begann offiziell mit dem Schutzprojekt für
das folkloristische Erbe der chinesischen Nationalitäten. In
den 1950ern begann China, Untersuchungen und Studien für das folkloristische
Erbe einiger Nationalitäten zu organisieren. Seit 1979 haben insgesamt
50 000 ausgebildete Kräfte an der allseitigen und tiefgehenden Untersuchung
in zehn Kategorien der Literatur und Kunst teilgenommen. Unvollständigen
Statistiken zufolge sind bisher 3,02 Mio. Volkslieder, 7,48 Mio. Sprichwörter,
1,84 Mio. Volkserzählungen, 350 Arten von Lokalopern, über 10
000 Dramen, 130 000 Volksballaden, 150 000 Volksmusikstücke, 17 100
Volkstänze und schriftliche Aufzeichnungen mit 5 Mrd. Schriftzeichen
gesammelt und 173 Bände von Sammlungen herausgegeben worden. Voraussichtlich
werden 300 Buchtitel mit 450 Bänden auf Provinzebene bis 2004 herausgegeben
werden. Ein systematisches und standardisiertes Archiv über die Folklore
bildet sich schrittweise heraus. Dieses Schutzprojekt für das folkloristische
Erbe der chinesischen Nationalitäten zielt darauf ab, durch die Katalogisierung
der Namen von repräsentativen Werken und Künstlern und die Errichtung
von kulturell-ökologischen Schutzgebieten das unermessliche folkloristische
Erbe der chinesischen Nationalitäten, besonders jenes, das dem Verschwinden
nahe ist, zu retten und zu schützen. 2003 begann man, die folkloristischen
Ressourcen aller Nationalitäten zu untersuchen und zu klassifizieren,
um eine Datenbank für die folkloristischen Ressourcen der chinesischen
Nationalitäten aufzubauen.
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