Gemäß der Verfassung der VR China ist China administrativ in folgende Ebenen eingeteilt:
(1)Das ganze Land ist in Provinzen, autonome Gebiete und regierungsunmittelbare Städte unterteilt;
(2) Provinzen und autonome Gebiete sind in autonome Bezirke, Kreise, autonome Kreise und Städte unterteilt;
(3) Kreise, autonome Kreise und Städte auf Kreisebene sind in Gemeinden, Nationalitäten-Gemeinden und Ortschaften unterteilt.
Die regierungsunmittelbaren Städte und die relativ großen Städte sind in Bezirke und Kreise und die autonomen Bezirke in Kreise, autonome Kreise und Städte unterteilt.
Die autonomen Gebiete, autonomen Bezirke und autonomen Kreise sind Regionen mit nationaler Autonomie. Der Staat kann, wenn nötig, Sonderverwaltungszonen einrichten. Zur Zeit gibt es in China 34 Verwaltungseinheiten, einschließlich von vier regierungsunmittelbaren Städten, 23 Provinzen und fünf autonomen Gebieten sowie zwei Sonderverwaltungszonen.
Reform
7400 Gemeinden und Ortschaften wurden aufgelöst. Die Gemeinde- und Ortschaftsregierung ist das Machtorgan auf der niedrigsten Ebene. Landesweit gibt es auf dieser Ebene zahlreiche Abteilungen mit übermäßigem Personalbestand, was letztendlich eine große Belastung für die Bauern darstellt. Unvollständigen Statistiken zufolge gibt es 13,162 Millionen Mitarbeiter in den Gemeinde- und Ortschaftsregierungen, die von den Bauern unterhalten werden müssen. Durchschnittlich entfällt auf 68 Bauern ein Funktionär der Gemeinde- und Ortschaftsregierung. Die durch die Überbesetzung in den Verwaltungseinheiten verursachte Bürde macht etwa 40% der tatsächlichen Belastungen der Bauern aus. Im Jahr 1998 begann China mit der Auflösung bzw. Zusammenlegung von Gemeinde- bzw. Ortschaftsregierungen und der Vereinfachung der Verwaltungsorgane. Bis zum Jahr 2003 hatten 25 Provinzen die Auflösung bzw. Zusammenlegung von Gemeinde- bzw. Ortschaftsregierungen im Wesentlichen beendet; die Zahl der Gemeinden bzw. Ortschaften sank von 46 400 auf 39 000. Insgesamt wurden bisher 7400 Gemeinden bzw. Ortschaften aufgelöst.
Der Aufbau der Basisorganisationen und der kommunale Aufbau wurden verbessert. Mit der Vereinfachung der Basisorganisationen wurde die Urbanisierung weiter beschleunigt. Ende 2003 gab es landesweit 658 000 Dorfbewohnerkomitees, 23 000 weniger als im Vorjahr; 78 000 Stadteinwohnerkomitees (kommunale Einwohnerkomitees), 7000 bzw. 8,2% weniger als im Vorjahr; 18 000 Gemeinden, 4,9% weniger als im Vorjahr; 20 000 Ortschaften, 2,7% weniger als im Vorjahr; 6000 Straßen, 4,2% mehr als im Vorjahr.
Das Investment in den Aufbau der kommunalen Dienstleistungseinrichtungen wurde aufgestockt. Ende 2003 gab es landesweit 9251 kommunale Dienstleistungszentren, 431 bzw. 4,9% mehr als im Vorjahr; 192 000 kommunale Dienstleistungseinrichtungen in allen Städten und Ortschaften.
„Die kommunale Direktwahl“ wurde in vielen Städten durchgeführt. Seit Herbst 2003 haben die Hauptstädte, Städte auf Bezirksebene und Städte auf Kreisebene der Provinzen und autonomen Gebiete Westchinas und die regierungsunmittelbare Stadt Chongqing (die einzige Ausnahme bildet Tibet) mit der kommunalen Direktwahl experimentiert. Das seit 1990 durchgeführte „Organisationsgesetz der Stadteinwohnerkomitees“ legt eindeutig das Prinzip fest, dass die Mitglieder der Einwohnerkomitees von allen Einwohnern in den betreffenden Siedlungen bzw. von allen Familien gewählt werden sollen. Aber bis zu den späten 1990er Jahren hatten nur einige Städte in den wirtschaftlich relativ entwickelten östlichen Gebieten mit der kommunalen Direktwahl experimentiert.