Chinas Militärdiplomatie 2004  


Chinas Beziehungen zu den umliegenden Ländern


 

 

China, ein großes Land im Osten des eurasischen Kontinents, erfreut sich einer besonderen geopolitischen Lage. China hat 29 Nachbarländer, darunter grenzen 14 Länder direkt an China. China hält daran fest, gute Beziehungen bzw. Partnerschaften mit den umliegenden Ländern zu unterhalten und sich gegenseitig zu unterstützen, und verfolgt eine Außenpolitik, die ihm und den umliegenden Ländern Vorteile bringt.

Nach langjährlichen Bemühungen entstanden Strukturen der regionalen Kooperation mit den umliegenden Ländern südlich und nördlich von China.

Was die umliegenden Ländern nördlich von China anbelangt, verstärkte China seine Kooperation mit Russland und zentralasiatischen Ländern in den Bereichen Sicherheit und Wirtschaft. Am 17. Juni wohnte Staatspräsident Hu Jintao dem Gipfeltreffen der Shanghaier Kooperationsorganisation in Taschkent bei und hielt darauf eine wichtige Rede unter dem Titel „Verstärkung einer pragmatischen Kooperation, gemeinsame Strebung nach Frieden und Entwicklung“ und schätzte die Shanghaier Kooperationsorganisation hoch. Er sagte, dass sich die Shanghaier Kooperationsorganisation zu einem wichtigen Verbindungsglied für die Verstärkung des gegenseitigen Vertrauens und die pragmatischen Kooperation zwischen allen Mitgliedsstaaten, zu einem effektiven Mechanismus für die Förderung der regionalen Sicherheit, Stabilität und Entwicklung und zu einer konstruktiven Kraft in den internationalen und regionalen Angelegenheiten entwickelt habe. Diese Konferenz betonte besonders die Verstärkung der Wirtschaftskooperation zwischen allen Mitgliedsstaaten und den gemeinsamen Wiederaufbau einer neuen stabilen und blühenden Seidenstraße.

Was seine Beziehungen mit den südlichen umliegenden Ländern anbelangt, wirkte China aktiv bei der Kooperation mit Ostasien in der Wirtschaftsintegrierung mit. Am 29. November unterzeichnete China mit ASEAN das Warenhandelsabkommen im Rahmen des Abkommens über die umfassende Wirtschaftskooperation, während ASEAN den vollständigen Marktwirtschaftsstatus Chinas anerkannte. Das Projekt für den Aufbau der China-ASEAN-Freihandelszone wurde in Angriff genommen. Das Handelsvolumen zwischen China und ASEAN belief sich im Jahr 2004 auf 105,9 Mrd. US$, eine Zunahme um 35,77% gegenüber dem Vorjahr. Die Kooperation zwischen China und ASEAN in den Bereichen Energie, Verkehr, Sicherheit, Kultur, Wissenschaft und Technik wurde gesunder entwickelt. Während er Laos besuchte und dem ASEAN-Gipfeltreffen beiwohnte, traf Ministerpräsident Wen Jiabao jeweils mit Staatsführern Indonesiens, Singapurs, Malaysias, Thailands, der Republik Korea, Myanmars, Bruneis, der Philippinen, Neuseelands, Indiens, Japans und Australiens zusammen und tauschte mit ihnen Meinungen über bilateralen Beziehungen und Kooperation in wichtigen Bereichen aus und erreichte mit ihnen in breiten Bereichen Übereinstimmungen. Ministerpräsident Wen Jiabao hielt während des 8. Gipfeltreffens zwischen den 10 ASEAN-Ländern und China, Japan sowie der Republik Korea eine Rede über die „Verstärkung der Kooperation zum gegenseitigen Nutzen“. Er sagte, dass die positiven Veränderungen in Asien dem Zusammenschluss und der Selbststärkung asiatischer Länder, der Öffnungs- und Kooperationspolitik, die asiatische Länder verfolgten, und der Entwicklung und Vertiefung der multilateralen regionalen Kooperation zu verdanken seien.