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Deutscher Sinologe bestreitet Vernichtung der tibetischen Kultur

german.china.org.cn          Datum: 25. 04. 2008

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Nentwig sagte: "Die tibetischen Regionen in den Provinzen Qinghai, Gansu, Sichuan und Yunnan sind seit Hunderten Jahren Regionen mit mehreren Nationalitäten und Kulturen. Seit Hunderten Jahren leben die Tibeter dort harmonisch mit den Menschen der Han-, Hui-, mongolischen, Qiang- und anderen Nationalitäten zusammen. Jetzt streben die Exil-Tibeter im Namen der 'Anti-Assimilation' nach kulturell und politisch führenden Positionen. Das steht im Widerspruch zu den historischen Tatsachen und ist zudem für andere Nationalitäten ungerecht."

Im Vergleich zu den anderen Regionen Chinas sei Tibet in vielen Bereichen, insbesondere bei der Wirtschaftsentwicklung und der Bildung, noch rückständig. Dies ist das Resultat der Geschichte und der geologische Lage des Autonomen Gebiets. Vor 1950 gab es in Tibet neben der Bildung in den Klöstern überhaupt keine Schulen. Auch fehlten Krankenhäuser. Man kann sagen, dass sich alles aus dem Nichts entwickelt habe. "Zumindest ist die durchschnittliche Lebenserwartung von 35 auf 67 Jahre gestiegen."

Nentwig sagte, es sei ein großer Fortschritt, dass die Mehrheit der Tibeter von der Leibeigenschaft befreit wurde. Die meisten Tibeter haben ein viel besseres Leben als ihre Vorfahren vor mehr als 50 Jahren. Natürlich haben die damaligen Adligen Macht und Einfluss verloren und können nicht mehr ihre Untertanen ausbeuten. "Es ist schade, dass die westlichen Medien fast nur die Vertreter der Adligen hören, aber das einfache Volk nicht interviewen. Sie haben ganz andere Anliegen."

Über Chinas ethnische Politik sagte er: "Chinas Politik für die nationalen Minderheiten ist tatsächlich großzügig. Viele Beispiele beweisen, dass alle nationalen Minderheiten besondere Begünstigungen genießen. Zum Beispiel können die Tibeter prinzipiell zwei Kinder haben. Aber für die Han-Nationalität führt die chinesische Regierung noch immer die 'Ein-Kind-Politik' durch. Die in ländlichen und Tierzuchtgebieten lebenden Tibeter können sogar drei Kinder haben, und in manchen Regionen ist diese Zahl sogar noch höher. Den Statistiken der neuesten Volkszählung zufolge ist die Bevölkerungswachstumsrate der Tibeter viel größer als die der Han-Nationalität."

Zum Schluss sagte Nentwig: "Als Ethnologe meine ich, dass es China in durchaus noch Verbesserungsbedarf gibt. Wenn nötig soll man kritisieren. Aber diese Kritik soll ausführlich, konstruktiv und aufgrund fachlicher Kenntnisse vorgelegt werden. Es hilft nichts, wenn man aus Ignoranz Unsinn redet. Schade ist es, dass viele westliche Medien dies gemacht haben und dies weiterhin tun."

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Quelle: Xinhua

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