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| 03. 07. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Am gestrigen Donnerstagabend hat Nordkorea vier Kurzstreckenraketen abgefeuert. Der Raketenstart folgte auf den ergebnislosen Abbruch über Verhandlungen über einen gemeinsamen Industriepark.
Nordkorea hat am Donnerstagabend innerhalb von vier Stunden vier Kurzstreckenraketen abgeschlossen, berichtete die südkoreanische Nachrichten Agentur Yonhap. Das letzte der explosiven Fluggeschosse verliess ihre Basis gegen 21.20 Uhr Ortszeit. Die drei weiteren Raketen waren jeweils um 17.20, 18.00 und 19.50 Uhr aus Sinsang-ni abgefeuert worden, das zwischen den beiden Hafenstädten Hamhung und Wonsan an der Ostküste liegt, hiess es in dem Bericht weiter. Es habe sich dabei um Bodenraketen zum Angriff auf Schiffe gehandelt.
Wie China Daily den südkoreanischen Verteidigungsminister Won Tae Jae zitierte, folgte der Abschuss ein paar Stunden nach dem Ende einer ergebnislosen Runde von Verhandlungen über einen gemeinsam betriebenen Industriepark an der Grenze zwischen den beiden Staaten.
"Der Raketenstart war zu erwarten", sagte Feng Zhaokui, der stellvertretende Direktor der China Society of Sino-Japanese Relations and History gegenüber der chinesischen Tageszeitung Global Times. Nordkorea hatte bereits am Mittwoch Japan gewarnt, sich bestimmten Gebieten an der Ost- und Westküste während einer bestimmten Zeitdauer zu nähern, die noch bis zum 11. Juli andauert. Als offizieller Grund war eine geplante Militärübung angegeben worden. "Nordkorea hatte bisher immer zuerst ein Sperrgebiet ausgewiesen, bevor es eine Rakete starteten”, fügte Feng hinzu. Ein koreanischer Beamte, der anonym bleiben wollte, meine gegenüber China Daily, dass die Raketen etwa 100 Kilometer von der Küste entfernt einschlugen.
Die Führung in Pjöngjang hat in den vergangenen Monaten mit dem Abschuss mehrerer Raketen sowie einem erneuten Atomtest international Empörung ausgelöst. Als Reaktion verschärfte der UN-Sicherheitsrat im vergangenen Monat die Sanktionen gegen das Land. Daraufhin drohte Nordkorea mit dem Bau einer Atombombe. Der Abschuss der Rakete war die erste militärische Aktion seit der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 25. Mai Sanktionen beschlossen hatten. Mit dieser neuen Entwicklung wird nun eine friedliche Lösung des Konflikts wieder unwahrscheinlicher, glauben westliche Kommentatoren.
Zuletzt hieß es, die USA wollen den wirtschaftlichen Druck auf das Regime massiv erhöhen. Wie das Wall Street Journal berichtet hatte, plant das Finanzministerium insgesamt 17 nordkoreanische Banken und Unternehmen von internationalen Geldflüssen abzuschneiden. Diese Firmen seien aus US-Sicht zentrale Mittler für den Handel Nordkoreas mit Waffen und nuklearem Material, so westliche Medienberichte.
Quelle: China Daily
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