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| 20. 08. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Ihre glänzende Leistung und der ungewöhnlich starke Körper verursachen große Zweifel: Die südafrikanische Weltmeisterin Caster Semenya wird aufgefordert, einen Geschlechttest durchzuführen.

Caster Semenya
Die südafrikanische 800-Meter-Siegerin in Berlin Caster Semenya muss sich auf Aufforderung des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF) hin einem Geschlechttest unterziehen. Das Ergebnis der Untersuchung soll innerhalb einer Woche bekannt gegeben werden. Dies bestätigte der IAAF am Mittwoch.
Die Zweifel, ob die 18-jährige Sportlerin wirklich eine Frau ist, wurde wegen ihrer glänzenden Leistung und des ungewöhnlich starken Körperbaus verursacht. Caster Semenya gewann am Mittwochabend mit einer Bestzeit von 1:55,45 Minuten den Titel im 800-Meter-Finale der Leichtathletikmeisterschaft Berlin 2009. Vor drei Wochen hatte die Leichtathletikerin bereits ihre besten Privatleistungen in 800-Meter und 1500-Meter geschafft. Damals waren Zweifel von Medien und Fachleuten aufgetaucht.
"Wir hatten keine Gründe, ihre Teilnahme an dem Wettbewerb in Berlin nicht zu erlauben", sagte IAAF-Sprecher Nick Davies. "Nun warten wir auf das Ergebnis der Untersuchung." Inzwischen hat der südafrikanische Leichtathletikverband erklärt, es gebe überhaupt keinen Grund für den Verdacht, dass Semenya vielleicht ein Mann sein könnte.
Über ein eventuelles Ergebnis, dass Semenya männlich sein könnte, sagte Davies: "Ich kann nichts zu einer reinen Vermutung sagen.Bis jetzt ist noch alles unklar. Aber eins ist sicher: Falls jemand betrogen hätte, wird das Ergebnis des Wettbewerbs korrigiert."
Der Geschlechttest ist bei den Olympischen Spielen 1968 eingeführt worden, nachdem eine Reihe von osteuropäischen Athleten in Verdacht geraten waren.
Quelle: Xinhua
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