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24. 09. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Al-Kaida: Obama wird durch "Muslimische Nation" fallen

Al-Kaida hat am Dienstag ein neues 106 Minuten langes Video veröffentlicht, in dem sie voraussagt, US-Präsident Barack Obama werde durch die Hand der muslimischen Welt stürzen.

Das arabischsprachige Video mit dem Titel "Der Westen und der Dunkle Tunnel," ist Teil einer Serie von Botschaften die den achten Jahrestag der Attacken vom 11. September markieren. Bin Laden hatte am 14. September eine eigene kurze Botschaft veröffentlicht. So wie bei ähnlichen langen Botschaften in den Jahren zuvor, enthielt es Aussagen verschiedener Al-Kaida-Führer, die mit News-Schnipseln garniert waren. So wie früher versuchte Al-Kaida, Obama mit seinem Vorgänger Bush in einen Topf zu werfen, der weithin unter Muslimen verhasst war wegen seiner Invasionen in Afghanistan und dem Irak.

Viele Analysten glauben, dass Al-Kaida durch Obamas wachsende Popularität im Nahen Osten alarmiert ist, insbesondere nach dessen Rede zur Muslimischen Welt in Kairo diesen Juni. "Amerika kommt mit einer neuen heuchlerischen Maske. Sie lächeln uns zu, aber erstechen uns mit dem selben Dolch, den Bush benutzte," sagte die Nummer Zwei der Al-Kaida, Ayman al-Zawahri in seiner Botschaft. "So Gott will, liegt dein Ende in der Hand der muslimischen Nation, um die Welt und die Geschichte von euren Lügen und Verbrechen zu befreien," sprach er Obama direkt am Ende des zweiteiligen Videos an.

The Botschaft beinhaltete auch mehrere Auftritte von Adam Gadahn, auch bekannt als Azzam al-Amriki, ein Amerikaner, der in Südkalifornien aufwuchs, zum Islam konvertierte und der Al-Kaida beitrat. Er wurde 2006 in den USA wegen Landesverrats verurteilt, es gibt eine Belohung von einer Million Dollar für Hinweise, die zu seiner Verhaftung führen. Gadahn Bemerkungen über den Sieg Obamas über Bush und das Verhöhnen von Obama lassen vermuten, dass das Video Ende August oder Anfang September gedreht wurde.

"Die entscheidende Frage ist, ob Obama und seine Demokraten von den Fehlern seines Vorgängers lernen oder ob sie fortfahren, diese zu wiederholen, bis auch er sein Amt gedemütigt verlassen muss," sagte der vollbärtige Amerikaner, der in eine weiße Robe gekleidet war. "Unglücklicherweise sieht die Prognose für die Demokraten nicht gut aus, beurteilt man ihre ersten siebeneinhalb Monate am Ruder des sinkenden amerikanischen Schiffs."

Die Botschaft umfasste auch eine langes Kapitel über US-Gefängnisse und Foltereinrichtungen und enthält eine Szene, die zeigt, wie ein Amerikaner den Kopf eines Afghanen in einen gefüllten Wassereimer drückt, um mit dieser Folter Informationen aus ihm zu pressen. Die SITE Intelligence Group, die Webseiten von Extremisten beobachet, identifizierte den folternden Mann als Jonathan Keith Idema, der auch im letztjährigen Al-Kaida-Video auftauchte. Die Botschaft informiert auch über den Fortschritt verschiedener weltweiter Dschihad-Bewegungen, insbesondere die Siege der Taliban gegen die US-Streitkräfte in Afghanistan.

Der durchgehend antiamerikanische Ton des Videos sowie das detaillierte Aufzählen dessen, was es als Verbrechen der USA bezeichnet, steht in starkem Kontrast zu den früheren Botschaften Bin Ladens, der stets auftauchte, um das amerikanische Volk aufzufordern, seine Bande zu Israel zu zerreißen, um den Krieg mit Al-Kaida zu beenden.

Quelle: China Daily

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