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| 18. 02. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Das ägyptische Außenministerium hat einen Antrag vom Iran erhalten, zwei seiner Marineschiffe den Suez-Kanal durchfahren zu lassen. Israel nennt es eine "Provokation".
Hossam Zaki, Sprecher des Außenamts bestätigte gestern, den Antrag von der iranischen Seite erhalten zu haben. Ein Verwaltungsbeamter des Suez-Kanals erklärte ebenfalls, das ägyptische Verteidigungsministerium werde ein entsprechendes Genehmigungsverfahren starten.
In Teheran, Irans Hauptstadt, zitierte der englischsprachige, offizielle Fernsehsender Press TV einen Marinenoffizier. Er soll gesagt haben, dass zwei Kriegsschiffe durch den Kanal fahren werden. Darüber habe Teheran bereits Kontakt mit der ägyptischen Seite aufgenommen, hieß es.
Früher tauchten jedoch auch Medienberichte auf, wonach der Iran den Antrag zurückgenommen haben soll, ohne jegliche Erklärung zu geben. Es ist bisher unklar, warum es widersprüchliche Berichte über die geplante Fahrt gegeben hat.
Ahmed al-Manakhly, ein Verantwortlicher für die Verwaltung des Kanals, sagte, dass die Fahrt durch den Kanal von internationalen Abkommen geregelt werde. Weiter fügte er hinzu, der Irans Antrag könnte nur im Falle eines Krieges gegen Ägypten verweigert werden. Al-Manakhly wies zuletzt darauf hin, dass das ägyptische Verteidigungsministerium dafür zuständig sei, eine Genehmigung zu erteilen. Er werde selbstverständlich keine Kriegsschiffe durch den Suez lassen, falls das Militär dem Iran eine Absage erteile.
Die Verwaltung des Suez-Kanals hat laut offiziellen Angaben die zwei Schiffe identifiziert: Alvand, eine Fregatte und Kharq, ein Versorgungsschiff. Zurzeit sollen sie auf dem Weg nach Syrien. Neusten Informationen zufolge seien sie jetzt im Gewässer nahe des saudi-arabischen Hafens am Roten Meer Jiddah.
Syriens offizielle Nachrichtenagentur veröffentlichte am Donnerstag eine Erklärung von Irans Botschafter in Syrien, dass die zwei iranischen Marineschiffe zum Training nach Syrien reisen und deshalb das Land besuchen wollen. Der Besuch solle "nach internationalen Gesetzen und Regeln" durchgeführt werden.
Auf die Angelegenheit regierte das israelische Außenamt rasch und besorgt. Außenminister Avigdor Lieberman bezeichnete die Aktivität des Irans als "Provokation". Ein Sprecher des Ministerpräsidenten Benjamin Nethanyahu lehnte es jedoch ab, jeglichen Kommentar abzugeben.
Israel hält den Iran für eine existierende Bedrohung wegen dessen Atomprogramms, der Entwicklung von ballistischen Raketen, der Unterstützung für Milizen in der Region sowie der Drohung, Israel von der Landkarte zu tilgen.
P.J. Crowley, der Sprecher des Außenministeriums der USA, des wichtigsten politischen und militärischen Verbündeten Israels, bestätigte, Erkenntnisse seiner Regierung zufolge gebe es "zwei Schiffe im Roten Meer. Aber was ihr Zweck ist und wohin sie fahren, das kann ich noch nicht sagen", so Crowley.
Über den Kanal. Der Suez-Kanal ist ein Schifffahrtskanal in Ägypten zwischen den Hafenstädten Port Said und Port Taufiq bei Suez, der das Mittelmeer über den Isthmus von Suez mit dem Roten Meer verbindet. Er wurde am 17. November 1869 eröffnet. Der Kanal kann von allen Schiffen (Handels- und Kriegsschiffen) aller Nationen zu allen Zeiten (Friedens- und Kriegszeiten) zu gleichen Bedingungen benutzt werden. Dies gilt auch für Kriegsschiffe kriegführender Nationen, für die jedoch bestimmte Einschränkungen bestehen. Nur Schiffe, die die Sicherheitsanforderungen nicht erfüllen, sind für einen Durchgang verboten.
Quelle: german.china.org.cn
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