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| 23. 05. 2013 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Der chinesische Premier Li Keqiang besucht Deutschland – und Berlin tut alles, damit sich der verehrte Gast aus Fernost in Deutschland wohlfühlt. "Besondere Vorbereitungen" würden getroffen, um die große Bedeutung, die Berlin den chinesisch-deutschen Beziehungen beimisst, auszudrücken. Dies sagte der chinesische Botschafter in Deutschland, Shi Mingde, in einem Interview gegenüber China Daily.

Es wird erwartet, dass Li Keqiang in Deutschland mehrere richtungsweisende Kommentare zur Entwicklung Chinas sowie der chinesisch-deutschen bzw. chinesisch-europäischen Beziehungen machen wird, so Botschafter Shi Mingde.
Für Li ist es die erste Europareise als chinesischer Premierminister, und er will die Gelegenheit nutzen, das gegenseitige politische Vertrauen zu stärken, bessere "Arbeits- und auch persönliche Kontakte" mit der deutschen Führung zu etablieren und darüber hinaus die chinesisch-deutschen Beziehungen mit etwas "mehr Schwung und Elan" zu injizieren.
"Deutschland hat angeboten, für diesen Besuch von Premier Li besondere Vorbereitungen zu treffen", sagte Shi.
Seltene Ehre
Aus verschiedenen Quellen in Berlin heißt es jedenfalls, dass Angela Merkel den chinesischen Premier auf Schloss Meseberg empfangen will – wodurch die deutsche Regierung ihre besondere Wertschätzung für den hohen Gast ausdrücken will. Eine Geste jedenfalls, die definitiv nicht für alle Gäste in Betracht gezogen wird. Schon 2010 war der damalige Premier Wen Jiabao auf Schloss Meseberg empfangen worden.
Chinas neuer Führung sind die Beziehungen zu Europa sehr wichtig. Kurz bevor Li zu seiner Reise in die Schweiz und nach Deutschland aufbrach, hatte er dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras versichert, dass China Griechenland bei der Überwindung der Krise und der Privatisierung seiner Staatsunternehmen helfen werde.
Außerdem wird erwartet, dass Li Keqiang in Deutschland mehrere richtungsweisende Kommentare zur Entwicklung Chinas sowie der chinesisch-deutschen bzw. chinesisch-europäischen Beziehungen machen wird, so Botschafter Shi Mingde. Als Erfahrener Diplomat, der mehrere Jahre in Deutschland gelebt hat und zuvor schon chinesischer Botschafter in Österreich war, sagte Shi, dass die chinesische Regierung sich der wichtigen Rolle Deutschlands im Zuge der europäischen Integration völlig bewusst sei.
"Deutschland ist einer der wichtigsten EU-Staaten, und es spielt eine wichtige Rolle in den europäischen und internationalen Beziehungen", sagte Shi. Derzeit sei ganz Europa noch in einer schwerwiegenden wirtschaftlichen Rezession gefangen, und auch der europäische Integrationsprozess sei auf einige große Hindernisse gestoßen. "Egal ob in der Vergangenheit, jetzt, oder in der Zukunft: China unterstützt den europäischen Integrationsprozess und wird auch bei der Überwindung der Staatsschuldenkrise behilflich sein", erlärte Shi. "Ich denke, dass Li Chinas beständige Außenpolitik in diesem Zusammenhang noch einmal besonders betonen wird."
Bezüglich des derzeitigen Streits über Photovoltaik-Produkte mit der EU, bei dem es für China immerhin um ein Exportvolumen von etwa 16,3 Milliarden Euro geht, sagte Shi, dass Ministerpräsident Li sicherlich eine klare Botschaft an die EU und auch Berlin "im Gepäck" habe – China erwarte demnach einen fairen Dialog auf Augenhöhe, um die Meinungsverschiedenheiten beilegen und etwaige Tendenzen zum Handelsprotektionismus wirksam bekämpfen zu können.
"Dies ist äußerst wichtig, wenn wir die europäische Staatsschuldenkrise eindämmen und eine für beide Seiten vorteilhafte Kooperation erreichen wollen", meinte Shi.
Quelle: german.china.org.cn
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