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02. 08. 2012 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Doping-Vorwurf gegen Chinas Wunderschwimmerin haltlos

Schlagwörter: Doping-Vorwurf Ye Shiwen

Am Dienstag holte die chinesische Schwimmerin Ye Shiwen in neuer Olympia-Bestzeit Gold über 200 Meter Lagen. Kurz zuvor hatte sie bereits über 400 Meter Lagen in neuer Weltrekordzeit Gold geholt. Ye Shiwen ist damit die erste Schwimmerin aus China, die an Olympia zwei Goldmedaillen gewonnen hat. Einige halten die Top-Leistung von Ye ohne die Einnahme von Doping jedoch für unmöglich.

In der Geschichte der Olympischen Sommerspiele gab es bis jetzt erst zwei Schwimmerinnen, die sowohl über 200 als auch über 400 Meter Lagen Gold geholt haben. Mit ihrem Doppelsieg verblüffte die bisher international völlig unbekannte Ye Shiwen die Sportwelt.

John Leonard, der Generaldirektor der internationalen und US-Schwimmtrainervereinigung, hegt jedoch starke Zweifel, dass beim Olympiasieg der erst 16-jährigen Chinesin alles mit rechten Dingen zu und her ging. Er bezeichnete ihre Weltrekordzeit als "unglaubwürdig" und warf ihr damit indirekt die Einnahme von Doping vor. Er könne nicht glauben, dass eine 16-Jährige einen Weltrekord um über eine Sekunde unterbiete. Leonard verwies darauf, dass Ye über die letzten 50 Meter sogar noch schneller war als der Amerikaner Ryan Lochte bei seinem Sieg über 400 Meter Lagen der Männer.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will von solchen Vorwürfen allerdings nichts wissen. Für Arne Lundqvist, den Vorsitzenden der ärztlichen Kommission des IOC, gibt es in Bezug auf die Leistung von Ye Shiwen derzeit überhaupt keinen Grund zur Skepsis.

"Auf die Frage, ob die Leistungen der Schwimmer an den letzten beiden Wettkampftagen problematisch sind, würde ich mit Nein antworten. Ich kann mich einfach nur über solch tolle Leistungen freuen. Solange es keine positiven Befunde gibt, wird sich an meiner Ansicht nichts ändern."

Auch Caitlin Leverenz, die in London über 200 Meter Lagen Bronze holte, warnt vor voreiligen Anschuldigungen:

"Ye Shiwen hat schon bewiesen, dass sie schneller schwimmen kann als Lochte. Das ist möglich. Sportlerinnen und Sportler, die Wunderzeiten hinlegen, darf man nicht einfach willkürlich kritisieren. Yes Leistung auf den letzten einhundert Metern ist bewundernswert. Ich bin überzeugt, dass sie ihre Leistung mit hartem Training erreicht hat."

Rückendeckung erhält Ye Shiwen auch von Colin Moynihan, dem Präsidenten von Großbritanniens Olympischem Komitee. Gegenüber der britischen Zeitung "Daily Telegraph" sagte Moynihan: "Ye Shiwen wurde bereits von der internationalen Anti-Doping Agentur WADA getestet. Und sie war sauber. Damit ist die Geschichte zu Ende. Ye Shiwen verdient Anerkennung für ihr Talent."

Quelle: CRI

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