| Sexualwissenschaftlerin fügt sich Druck |
![]() Die bekannte Sexualwissenschaftlerin und Professorin der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften, Li Yinhe, schreibt in ihrem Blog, dass sie sich entschieden habe, keine Interviews mehr zu geben und nicht mehr über Sex zu reden, da sie "von oben" unter Druck gesetzt worden sei. Es wurde allgemein erwatet, dass Li, die auch Mitglied der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV) ist, auf der diesjährigen Tagung des Landeskomitees der PKKCV zum vierten Mal die Legalisierung von gleichgeschlechtlichen Ehen in China vorschlagen würde. "Meine Vorgesetzten bei der Akademie der Sozialwissenschaften möchten aufgrund von Druck von "nicht-durchschnittlichen" Personen, dass ich den Mund halte. (...) Daher habe ich beschlossen, von nun an für eine Weile (vielleicht für den Rest meines Lebens): 1. nur sowenig Interviews wie möglich zu geben; 2. so wenig wie möglich über Sex zu sprechen", schreibt Li in einem Eintrag unter dem Titel "Meine letzte Entscheidung" in ihrem Blog. "Ich möchte nicht weiter an meiner sozialen Verantwortung festhalten, da sie mein Leben beeinflusst und zu Druck auf meine Vorgesetzten führt. (...) Hochzeiten von Homosexuellen sind eine Angelegenheit, die unser Land auf dem gegenwärtigen Stand nicht akzeptieren kann. Die Geschichte wird das ändern wenn es an der Zeit ist. Und vielleicht werde ich bloß ein Zuschauer und kein Teilnehmer sein, wenn diese Änderung kommt", schreibt Li weiter. |



