| Keine namentliche Registrierung von Bloggern |
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Die chinesische Regierung scheint nach Protesten aus der Industrie von ihrem lange gehegtem Plan abzurücken, die rund 20 Millionen Blogger des Landes zu einer Registrierung mit ihren echten Namen zu verpflichten. ![]() In einem gestern von der Chinesischen Internetgesellschaft (ISC) veröffentlichtem Entwurf zur Selbstkontrolle der Blog-Anbieter, wird nur zur Registrierung mit echten Namen "ermutigt", anstatt sie verpflichtend zu machen. Einige Abteilungen der Regierung fordern schon seit Jahren ein System mit echten Namen und argumentieren, dies würde die Internetnutzer zwingen bei der Wahl ihrer Worte und mit ihren Handlungen vorsichtig zu sein und Beschimpfungen, Pornografie und die Verbreitung anderer "schädlicher" Informationen zu vermeiden. Dieses Ansinnen hatte aber zu Protesten aus der Internetindustrie und der wachsenden Zahl an Internetnutzern geführt. Die ISC unterstützt das Ministerium für Informationsindustrie bei dem Versuch die Industrie zur Unterstützung der Selbstkontrolle und damit des weniger strengen Systems zur Registrierung der echten Namen zu bewegen. Nach dem Entwurf ist der echte Name des Autors für die Einrichtung eines Blogs nicht verpflichtend, aber die Blogger werden ermutigt, ihre echten Namen und Informationen zur Person bei den Anbietern zu registrieren. Personen die freiwillig ihre echten Namen registrieren, können sich entscheiden, diese nicht zu verwenden und stattdessen in ihren Blogs Pseudonyme einsetzen. Außerdem müssen die Blog-Anbieter die Sicherheit und Vertraulichkeit der Informationen sicherstellen, die Blogger auf ihren Seiten verbreiten. Der Entwurf wurde von einer Forschungsgruppe des ISC entwickelt und wurde zur Erkundung der öffentlichen Meinung im Internet veröffentlicht. Die Gruppe wurde im Oktober vergangenen Jahres zur Diskussion der Entwicklung und der Bestimmungen der Industrie gegründet und besteht aus Blog-Anbietern und Industrieexperten. Ziel der Gruppe ist es, sowohl Anbieter als auch Blogger zur Selbstkontrolle zu verpflichten, um so die Angebote der Dienstleister zu verbessern, die Industrie zu standardisieren und die Blogger an ihre gesellschaftliche Verantwortung zu erinnern. Es gibt in China mehr als 20 Millionen registrierte Blogs, die die meisten der Blogger als wichtiges Medium der Meinungsäußerung betrachten, Regierungsvertreter äußern allerdings schon seit Jahren ihre Sorge über die Verbreitung von "ungesunden" Informationen über einige Blogs. (China.org.cn, China Daily, 24. Mai 2007) |



