Laitan und das buddhistische Erfo-Kloster

Das Erfo-Kloster hat seinen Ursprung in der Zeit der Tang-Dynastie, das heißt, es ist etwa 1100 Jahre alt. Die Tempelanlage ist etwa 5200 Quadratmeter groß. In der Haupthalle im Zentrum der Anlage thronen drei fünf Meter große Buddhastatuen. Das Dach der Haupthalle wird von 13 Meter hohen Steinsäulen getragen.

In der Song-Dynastie, vor etwa 600 Jahren, schufen die Mönche in den Berghängen unweit des Klosters buddhistische Grotten. In den 42 Grotten haben sich mehr als 1700 buddhistische Statuen erhalten. Die größte Statue misst 12,5 Meter, die kleinste nur zehn Zentimeter. Die größten Buddhastatuen von Laitan waren in der Zeit der Qing-Dynastie mit einer dünnen Goldschicht überzogen. Heute ist diese teilweise abgeblättert.

Wie bereits erwähnt, war Laitan aufgrund seiner guten Handelslage an einem wichtigen Wasserweg in der Vergangenheit eine lebendige Siedlung. Viele Kaufleute trafen regelmäßig in der Wenchang-Halle zusammen. Dazu noch einmal unsere Reiseleiterin:

"In der Zeit der Qing-Dynastie, also vor etwa 150 Jahren, entstand die Wenchang-Halle. Früher kamen hier die reichen Leute zusammen. Die Armen fanden sich meist vor der Halle ein. Allerdings saßen die Reichen warm und trocken in der Halle, während sich die Armen bei Wind und Wetter im Freien vor der Halle aufhalten mussten. Die Halle ist mehrmals renoviert worden. Stelen an der Wand listen die Namen derer auf, die dafür gespendet haben."

Jeden Abend wanderten Nachtwächter durch die Siedlung und verkündeten die Uhrzeit. Diese Tradition lebt bis heute fort.

Reisetipps:

Und nun haben wir noch einige praktische Reisetipps für Sie:

Die Siedlung Laitan liegt rund 120 Kilometer vom Stadtzentrum Chongqings entfernt. Mit dem Auto braucht man etwa eineinhalb Stunden bis nach Laitan.

Fisch aus dem Qujiang-Fluss und Hühnchengerichte sind die lokalen Spezialitäten. In Laitan wird zudem ein eigener Likör hergestellt.

Die Siedlung ist klein, daher ist es ein bisschen schwierig, eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Es gibt nur ein Gasthaus namens Huilong. Allerdings bietet auch das Erfo-Kloster Übernachtungsmöglichkeiten an.

Von der Terrasse des Gasthauses Huilong hat man einen wunderschönen Blick auf die gesamte Siedlung.

(China.org.cn, 13. Juni 2007)


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