Ciqikou - zu neuem Leben erwacht

Kein anderer Stadtteil der südwestchinesischen Metropole Chongqing weist so viele Gegensätze auf wie Ciqikou. Einst pulsierte in diesem Stadtteil das Leben. Das Bombardement Chongqings durch die japanische Luftwaffe während des Zweiten Weltkrieges überstand Ciqikou vergleichsweise unversehrt. Während der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung der Metropole Chongqing seit der Reform und Öffnung geriet dieser traditionsreiche Stadtteil allerdings zunehmend in Vergessenheit. Er wurde vernachlässigt, zum Teil sogar benachteiligt. Nun hat man diesen Stadtteil als wertvollen Zeugen der Vergangenheit Chongqings wieder entdeckt. Ciqikou - wo das Gestern auf die Gegenwart trifft.

Unser Reiseleiter He Zejun ist in diesem Stadtteil aufgewachsen. Er kennt hier fast jede Gasse. Seiner Meinung nach macht die lebendige Tradition Ciqikou so interessant:

"Man sagt, Ciqikou ist sogar älter als der Stadtkern von Chongqing. Bereits vor 2000 Jahren haben Menschen in dieser Gegend gelebt. Zur Zeit der Nördlichen Song-Dynastie ist in Ciqikou das buddhistische Kloster Baiyan erbaut worden. Viele Pilger kamen hierher, Ciqikou entwickelte sich zu einer belebten Siedlung. Man siedelte am Jialing-Fluss, um das Baiyan-Kloster herum, und entschied sich daher, schließlich hier eine Anlegestelle für Boote zu bauen."


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