| Ciqikou - zu neuem Leben erwacht |
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\ In Ciqikou erlebte aber nicht nur die Porzellanherstellung eine Blütezeit, auch anderes Kunsthandwerk florierte. In den 1930er und 40er Jahren begann die große Zeit der Arbeiter und Bauern in Ciqikou. Einige Sozialarbeiter wollten in diesem Stadtteil und in den umliegenden Dörfern mit neuen, alternativen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodellen experimentieren. Ciqikou sollte nach ihren Vorstellungen modernisiert werden und sich zu einem Modell für alle anderen Städte entwickeln. Die Zahl der Analphabeten sollte reduziert, die hygienischen Bedingungen verbessert werden. Man wollte die Selbstverwaltung fördern und den Menschen mehr Eigenverantwortung übertragen. Generell sollte es mehr Gerechtigkeit geben. Doch der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zerstörte alle Hoffnungen. Aufgrund des Krieges verlagerte die chinesische Regierung die Hauptstadt von Nanjing am Unterlauf des Yangtze nach Chongqing. Von hier aus bereitete sie den langjährigen Widerstand gegen die japanischen Aggressoren vor. Viele Hochschulen, Fabriken und Behörden aus verschiedenen Landesteilen folgten der Regierung nach Chongqing. Die Zentrale Nationale Universität hatte ihren provisorischen Sitz in Ciqikou. Die Jahre des Widerstands waren eine bittere Zeit. Mehrmals wöchentlich warfen japanische Kampfflugzeuge Bomben über Chongqing und den umliegenden Gebieten ab. Die Menschen versuchten dennoch, so gut es ging, ihr alltägliches Leben aufrechtzuerhalten. In Ciqikou hatten sich viele renommierte Wissenschaftler und Künstler niedergelassen, was dazu führte, dass die Siedlung in dieser sehr schwierigen Zeit kulturell aufblühte. |



