| Das Tanzhe-Kloster |
![]() Die Mönche im Kloster kochen ihr Essen in einem riesigen Topf aus Bronze. Der Durchmesser des Topfs beträgt vier Meter und er ist zwei Meter tief. Es dauert mehr als zehn Stunden, um einen Topf Brei zu kochen. Nach der Zubereitung müssen die Mönche auf eine Leiter steigen, um den Topf waschen und spülen zu können. Auf dem Herd unter dem Topf steht der Klostername geschrieben. Hao Xinjian erklärt uns, warum: "Eine der größten Gefahren für das Kloster ist das Feuer. Denn die meisten Gebäude im Tempel sind aus Holz. Eines Tages träumte der Meister davon, dass jemand ihm zuflüstert, das Kloster könne vom Feuer verschont bleiben, wenn es einmal in die Flammen komme. Unruhig und halb überzeugt dachte der Meister nach. Er überlegte hin und her und kam schließlich auf die Idee, den Namen des Klosters auf den Herd zu schreiben. Auf diese Weise käme das Kloster ins Feuer, wie es ihm im Traum gesagt worden war. Er hoffte, nun würde die Tempelanlage von einem Brand verschont bleiben." Neben dem riesigen Topf macht uns unsere Reiseleiterin Li Lu auch auf einen dunkelgrünen steinernen Fisch aufmerksam. Der Fisch ist 1,7 Meter lang und wiegt 150 Kilogramm. Ihm wird magische Kraft nachgesagt. "Im Volksmund heißt es, der Fisch sei ein Tribut des Drachenkönigs aus dem Südlichen Meer an den Himmelsgott. Der Himmelsgott schenkte ihn wiederum dem Kloster, um die Leiden auf der Erde zu lindern. Manche Pilger glauben, der Fisch könne ihnen helfen, Krankheiten zu heilen, und würde ihnen Glück bringen. Wer Kopfschmerzen hat, soll den Kopf des Fisches berühren, damit seine Kopfschmerzen gelindert werden. Wer Bauchschmerzen hat, soll den Bauch des Fisches berühren, damit die Leiden gemildert werden." |



