| Das buddhistische Kloster Fayuan im Fliederduft |
![]() "Diese Boddhisattwa-Statue ist massiv und aus Bronze gegossen. Sie ist daher sehr schwer. Die Göttin hat eintausend Arme und eintausend Augen. Die künstlerische Ausgestaltung der Statue ist sehr detailgetreu. Und die Göttin wirkt sehr majestätisch. Ihr Gesicht kann Gläubige inspirieren. Von ihren Händen tropft seit einigen Jahrhunderten manchmal Wasser. Daher besichtigen sehr viele Pilger aus China und sogar aus dem Ausland die Boddhisattwa-Statue. Die Statue zeigt die hohe künstlerische Technik der Ming-Dynastie. Viele Besucher halten die Statue für ausgesprochen bewundernswert." Seit mehr als 80 Jahren wird jedes Jahr im April im Kloster eine Lesung von Gedichten veranstaltet. Zu dieser Zeit stehen die Fliedersträucher in voller Blüte und verströmen ihren betörenden Duft über das ganze Kloster. Im April 1914 fand die erste Lesung von Gedichten im Fayuan-Kloster statt. Daran nahmen etwa 100 Menschen teil. Zehn Jahre später besuchte der indische Dichter Rabindranath Tagore auf seiner China-Reise das Jahrhunderte alte buddhistische Kloster. Der Inder hat die Fliederpracht sehr bewundert und schrieb darüber ein Gedicht. Seitdem ist es Tradition, jeden April im Duft der Fliederblüten Gedichte zu schreiben und vorzulesen. |



