Danba: einzigartige Wachtürme

Die Menschen von Danba bauten ihre Wachtürme aus Stein. Sie benutzten Steinplatten für die Wände und Blöcke für die Fundamente der vieleckig angelegten Türme. Die Wachtürme konnten quadratisch, fünfeckig, sechseckig oder gar achteckig angelegt sein. Ein Turm soll sogar 13 Ecken gehabt haben. Durch die eng aneinander gefügten Platten sind die Wände der Wachtürme absolute gerade und regelmäßig. Archäologen zufolge begannen die Menschen von Danba schon um 1700 v. Chr. mit dem Bau solcher Türme aus Steinplatten.

In Danba haben sich bis heute vier Arten von Wachtürmen erhalten: Yao'ai (strategischer Pass), Fenghuo (Leuchtturm), Zhai (Dorf) und Jia (Wohnung). Die Yao'ai- Wachtürme wurden an Pässen oder strategisch wichtigen Orten errichtet. "Wenn ein Mann den Pass bewacht, können ihn nicht einmal 10.000 Männer passieren." – diese Wachtürme bestätigten das alte chinesische Sprichwort. Die Fenghuo-Wachtürme wurden auf Hügelspitzen errichtet und sollten bei der Nachrichtenübermittlung helfen. Zum Schutz von Menschen und Eigentum errichtete man Zhai-Wachtürme am Eingang zu den Dörfern. Jia-Wachtürme wurden hingegen im Inneren des Dorfes errichtet und mit Wohnhäusern verbunden, so konnten sie in Friedenszeiten als Speicher und in Kriegszeiten als Verteidigungsbauwerk dienen.

Alle Wachtürme in Danba haben Türen, die sich fünf Meter über dem Fundament befinden. Um in die Türme zu gelangen, mussten die Menschen auf Holzleitern klettern. Im Falle eines Angriffs versteckten sich die Bewohner in d en Türmen, zogen die Leitern ein und schlossen die Türen. So konnten ihnen die Angreifer keinen Schaden zufügen. Zudem haben die Wachtürme Öffnungen, von denen aus Bogenschützen auf Angreifer schießen konnten.


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