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Jixi - eine Stadt am Xingkai-See

german.china.org.cn          Datum: 16. 11. 2004

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Der Xingkai-See liegt im Ostteil der Stadt Jixi in der Provinz Heilongjiang, an der Grenze zwischen China und Russland. Er hat eine Fläche von 4.380 Quadratkilometern und mündet in den Ussuri-Fluss. Weil das Wasser sehr klar und der Himmel über dem See blau ist, wird der See als "Saphir Nordchinas" bezeichnet.

Der Xingkai-See entstand durch das Absinken der Erdkruste und die Verstopfung des Flussbettes bei einem Vulkanausbruch. Schon vor 6.800 Jahren waren die Mandschuren und der Stamm der Nüzhen in der Umgebung dieses Sees beheimatet. In der mandschurischen Sprache bezeichnet das Wort 'Xingkai' Wasser, das von einer Anhöhe zu einer niedrigeren Stelle fließt. Der Xingkai-See besteht aus zwei Teilen. Der Nordteil des Sees gehört zu China und der Südteil sowohl zu China als auch zu Russland. Am See gedeiht üppiger Wald und viele Tiere sind hier beheimatet.

Die landschaftlichen Sehenswürdigkeiten in diesem Gebiet, die schöne Namen tragen wie "Ein Schiff erscheint am Horizont", "Sonnenuntergang über dem stillen See" und "Grüner Deich und weißer Sandstrand", üben eine große Anziehungskraft auf in- und ausländische Touristen aus. Rudert man im Frühling oder im Herbst auf dem See, kann man die malerische Landschaft bewundern. Im Winter gefriert das Wasser und der See sieht wie kunstvoll gestaltetes Glas aus. Im Sommer bietet er eine ideale Erfrischung.

In der Nähe des Xingkai-Sees gibt es zahlreiche Wasserwege. Hier liegt Nordostchinas Zentrum der Fischzucht. Der Silberfisch aus dem See gilt als einer der vier bekanntesten Süßwasserfische Chinas. Er wird neben dem Kata-Lachs aus dem Ussuri-Fluss und dem Tantou-Fisch aus dem Suifen-Fluss als einer der "Drei Schätze des Grenzgebiets" bezeichnet. Besucht man eine Fischerfamilie, kann man das bekannte Gericht "Silberfisch im Seewasser" probieren. Beim Essen raucht man eine lokale Zigarette der Marke "Hugang", trinkt Schnaps und unterhält sich mit dem Fischer. Was für ein Genuss!

Feuchtgebiete, die "Nieren der Erde", zählen neben Wald und Ozeanen zu den drei wichtigsten Ökosystemen der Erde. Die Weltöffentlichkeit schenkt ihnen große Aufmerksamkeit, weil sie mit der Existenz, dem Fortbestand und der Entwicklung der Menschheit eng verknüpft sind. Feuchtgebiete bieten nicht nur verschiedene Ressourcen für die Produktion und eine Lebensgrundlage für die Menschen, sondern sie haben auch eine große Bedeutung für den Schutz vor Überschwemmungen und Dürrekatastrophen, für die Kontrolle der Verschmutzung, für die Regulierung des Klimas, für den Schutz vor Bodenerosion und für die Verschönerung der Umwelt.

Das Feuchtland am Xingkai-See bedeckt eine Fläche von 220.000 ha. Ein Feuchtland in dieser Größe und mit einer solch großen Anzahl von Pflanzenarten, das kaum unter Umweltverschmutzung leidet, ist in der Welt sehr selten zu finden. Mit Unterstützung der Internationalen Stiftung für den Schutz der Kraniche gründete China im Juli 1992 zusammen mit Russland ein internationales Naturschutzgebiet am Xingkai-See. Im April 1994 wurde es in den Katalog der Naturschutzgebiete staatlichen Ranges aufgenommen. Feuchtwiesen, Moore, Seen und Wälder am Xingkai-See bilden zusammen ein vollständiges Ökosystem, in dem fast alle wichtigsten Pflanzen der Ebene der drei Flüsse beheimatet sind.

Im Feuchtland am Xingkai-See sind mehr als 60 Fisch- und über 450 Pflanzenarten zu finden. Besonders erwähnenswert ist die Kiefer. Sie sieht wie eine schöne Frau aus, die die Gäste aus der Ferne begrüßt.

Der Xingkai-See ist durch einen Hügel in zwei Teile geteilt. Auf dem Hügel sind Tiger, Wolf, Hirsch, Bär, Wildschwein, Eichhörnchen und andere Wildtiere heimisch. Macht man einen Spaziergang durch das Hügelland, kann man die schöne Naturlandschaft genießen.

Der Hügel im Xingkai-See ist ein bekanntes Gebiet für die Beobachtung von Vögeln. Wie wir wissen, sind Vögel die besten Gutachter für die Umwelt. Die Plätze, wo Vögel, insbesondere Zugvögel, sich niederlassen, verfügen bestimmt über eine gesunde Umgebung. Das Klima im Naturschutzgebiet des Xingkai-Sees ist feucht und warm. Hier gibt es zahlreiche Moore und die Mündungen des Sees bleiben das ganze Jahr über eisfrei. Deshalb ist das Gebiet eine wichtige Station für die Zugvögel Chinas und Nordostasiens. Im Frühling, etwa von Ende März bis Anfang April, wenn das Eis auf dem Xingkai-See noch nicht geschmolzen ist, konzentrieren sich hier zahlreiche Zugvögel aus dem Süden.

Jixi - eine Stadt in schöner Landschaft

Die Stadt Jixi liegt im Südosten der Provinz Heilongjiang. Im Osten grenzt sie an Rußland. Ihr unterstehen sechs Bezirke und die drei Kreisstädte Jidong, Hulin und Mishan. Sie wurde einst als Kohlezentrum der Provinz Heilongjiang gegründet und ist heute noch ein wichtiger Standort für die Kohleindustrie im Nordosten Chinas.

Der Kreis Jidong liegt nur 15 Kilometer von der Stadt Jixi entfernt und zählt 300.000 Einwohner, die nicht nur Han-Chinesen, sondern auch Koreaner, Mandschuren und Angehörige anderer Nationalitäten sind. Der Name des Ortes – wörtlich "Im Osten des Huhns" – leitet sich davon ab, dass der Kreis östlich des "Jiguan"-(Hahnenkamm)-Berges liegt. Die natürlichen Sehenswürdigkeiten in Jidong sind zum größten Teil noch nicht erschlossen. Klares Wasser und grüne Berge machen einen tiefen Eindruck auf alle Besucher.

42,6% der gesamten Fläche von Jidong sind mit Wald bedeckt, in dem über 20 Arten von Wildtieren beheimatet sind. Grundstoffe für die Herstellung von Arzneien aus diesem Gebiet, wie Ginseng und schimmerndes Ganoderma (ein wirkungsvolles Heilkraut), sind von guter Qualität und landesweit bekannt. Die Landschaftsgebiete Balengshan und Hadahe, der Waldpark Fenghuangshan sowie 36 Vergnügungsparks für den Fischfang üben eine große Anziehungskraft auf in- und ausländische Touristen aus. Bei einem Besuch bei den Koreanern kann man nicht nur ihre Sitten und Gebräuche kennenlernen und ihre Spezialitäten probieren, sondern auch ihre Gesangs- und Tanzaufführungen bewundern.

Jidong ist einer der zehn wirtschaftlich stärksten Kreise der Provinz Heilongjiang. Drei Güterbahnhöfe, 10.000 programmgesteuerte Telefonzentralen und Kommunikationsnetzwerke verbinden Jidong mit der ganzen Welt. Mit nachgewiesenen Kohlereserven von 3,4 Milliarden Tonnen zählt der Kreis zu den zehn wichtigsten Kreisen Chinas, die Kohle fördern. Zur Zeit bemüht sich die Kreisregierung, in- und ausländischen Investoren eine Reihe von Vorzugsbedingungen einzuräumen und damit ein gutes Investitionsklima für sie zu schaffen.

Mishan

Mishan ist zwar dank dem Xingkai-See landesweit bekannt, erlebte aber erst nach der Gründung des Neuen China 1949 einen Aufschwung.

1958 wechselten 100.000 Offiziere und Soldaten der Chinesischen Volksbefreiungsarmee ins Zivilleben. Sie kamen nach Mishan und begannen hier mit der Erschließung von Ödland. Dank ihren Bemühungen wurden über 10.000 ha Ödland urbar gemacht und Mishan wurde zu einer der großen Getreidekammern des Neuen China. Zehn Jahre später kamen abermals einige hunderttausend junge Menschen nach ihrem Mittelschulabschluss hierher, um am landwirtschaftlichen Aufbau teilzunehmen. Auch zahlreiche chinesische Künstler haben in ihren Werken ihre Erfahrungen aus dem Leben in Mishan verarbeitet. Deshalb gilt Mishan als das Quellgebiet der Kultur der Ackerlanderschließung.

Mishan verfügt über reiche Wasserreserven und eine schöne Natur. Das Ackerland hier ist sehr fruchtbar. Der "Jugend"-Stausee im Südteil und der Xingkai-See im Nordteil stehen in reizvollem Kontrast zueinander. Was für ein ideales Reisegebiet für in- und ausländische Touristen!

Um der Erbauer zu gedenken, wurden in Mishan ein Denkmal für die Erschließung der Großen Nördlichen Wildnis in Nordostchina und ein langer Korridor für Kalligraphien gebaut, in dem die Werke vieler bekannter chinesischer Kalligraphen, die in diesem Gebiet gelebt haben, zu finden sind.

Hulin: blauer Himmel, grüner Boden und klares Wasser

In China gibt es ein sehr bekanntes Volkslied der Hezhe-Nationalität, das "Schifferlied vom Ussur" heißt. Im Mandschurischen bedeutet Ussuri "Unterlauf". Wegen dieses Volkslieds ist der Ussuri-Fluss landesweit berühmt. Er fließt durch die Stadt Hulin. 2/3 der gesamten Fläche des Verwaltungsgebiets von Hulin ist von Wald, Steppe, Moor und Wasser bedeckt, so dass die Luft hier sehr frisch ist. Hulin ist reich an Bodenschätzen.

Mit dem Bus erreicht man vom Stadtzentrum von Hulin in fünf Stunden die Anhöhe 529. Steht man auf dem Hügel, kann man sich am Anblick der schönen Natur erfreuen: Der Ussuri-Fluss schlängelt sich wie weiße Seide durch den Wald. In der Mitte des Flusses liegt die Zhenbao-Insel, die von grünen Bäumen bedeckt ist. Diese 0,74 Quadratkilometer große Insel sieht wie ein grüner Jadehit aus. Heute kann man sich kaum vorstellen, dass am Ende der 60er Jahre in diesem schönen Gebiet die Flammen eines Krieges zwischen China und der Sowjetunion aufloderten.

Die schönen natürlichen Landschaften in Hulin wie das Feuchtland am Yueya-See, die Zhenbao-Insel, der staatliche Waldpark am Ussuri-Fluss und das Urwaldgebiet Dongfanghong üben eine große Anziehungskraft auf in- und ausländische Touristen aus. In Hulin kann man nicht nur die schöne Natur genießen, sondern auch eine bäuerliche Familie besuchen, um sich mit dem Leben der einfachen Bauern vertraut zu machen.

Um die Umwelt zu schützen, hat die Stadtregierung Hulin seit 1996 sieben Naturschutzgebiete angelegt und einige Dörfer für biologische Landwirtschaft eingerichtet. Außerdem hat die Stadtregierung über 300 Millionen Yuan in den ökologischen Aufbau und in die Regulierung der Umwelt investiert. Sie bemüht sich, die Anbaufläche für Bio-Nahrungsmittel zu vergrößern. Im Jahr 2001 stammte 65% des Pro-Kopf-Nettoeinkommens der Bauern aus der Produktion von Bio-Nahrungsmitteln.

(China Heute/China.org.cn, 16. November 2004)

 

Quelle: ciic

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