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| 08. 04. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Am Donnerstag ließ die chinesische Regierung den Ölpreis erneut ansteigen. Dies führt nicht nur zu erhöhten Kosten für private Autobesitzer, sondern auch zur Verteuerung der Flug- und Taxipreise in China.
Die Preise für Benzin (Nr. 90) und Diesel (Nr. 0) sind nach Aufforderung durch die chinesische staatliche Kommission für Entwicklung und Reform am Donnerstag jeweils um 0.37 und 0.34 Yuan pro Liter erhöht worden. Nicht nur private Autobesitzer, sondern auch Flug- und Taxigäste müssen wegen des neuen Tarifs nun tiefer in die Tasche greifen. Vor allem kündigten die chinesischen Fluggesellschaften bereits gestern an, ihre Kerosinzuschläge anzuheben. Nach der Erklärung erhöht sich der Zuschlag für eine Flugstrecke von weniger als 800 Kilometer ab Freitag von 50 auf 60 Yuan, während die Gebühr für einen Flug über 800 Kilometer Entfernung von 90 auf 110 heraufgesetzt wird.
Die Beijinger Behörde hat zudem den Taxi-Fahrern erlaubt, ab Samstag mehr Treibstoffsteuer von ihren Fahrgästen zu kassieren. Jeder Passagier, der mit dem Taxi mehr als drei Kilometer fährt, soll nach der neuen Regel zwei Yuan statt ein Yuan als zusätzliche Kosten dazu bezahlen. Allerdings sollte der Treibstoffzuschlag für Taxifahrten sich gemäß den Schwankungen des Benzinpreises verändern. "Der Preis für Bezin Nr. 93 liegt derzeit bei 7,85 Yuan pro Liter. Als Gebühr sind zwei Yuan fällig. Wenn der Benzinpreis zwischen 6,50 bis 7,10 Yuan betrüge, dann würde der Treibstoffzuschlag wieder auf ein Yuan gesenkt. Wenn der Preis weniger als 6,50 Yuan wäre, dann wäre die Gebühr nicht zu erheben", so die Beijinger Kommission für Entwicklung und Reform auf der gestrigen Pressekonferenz.
Auch in manchen anderen Städten wurden die Treibstoffzuschläge für Taxifahrt unterschiedlich gesteigert, damit die erhöhten Kosten der Taxifahrer abgedeckt werden können. Nach dem Report der Denkfabrik der Beijinger Behörde soll ein Taxifahrer wegen des Ölpreisanstiegs jeden Monat circa 240 Yuan mehr als zuvor für Benzin ausgeben. Mit dem neuen Tarif soll er etwa 900 Yuan mehr verdienen, so die Beratungsfirma. Doch manche Taxifahrer befürchten Kundenverlust nach der Änderung des Taxipreises. "Wenn der Ölpreis weiter steigen würde, was sollen wir machen? Drei Yuan als Zuschläge von den Fahrgästen verlangen? Viele wären nicht bereit, soviel Geld als Zuschlag für eine kurze Strecke in Kauf zu nehmen", sagte ein Beijinger Taxifahrer mit dem Nachnamen Zhang. In einem Interview gegenüber China Daily erklärten eine Anzahl von Fahrern aus der Stadt Nanjing, mit dem Anstieg der Zuschläge seien sie im Wettbewerb mit den "Schwarztaxis" noch weniger konkurrenzfähig. Die Stadtregierung sollte in erster Linie verstärkt gegen diese illegalen Taxis vorgehen, schlugen sie vor.
Auch nicht wenige normale Fahrgäste zeigten sich im Interview damit unzufrieden, dass die erhöhten Ausgaben diesmal wieder auf Kosten der Konsumenten gehen sollen. Herr Cui ist ein Beijinger Stadtbürger, der als Berufspendler oft mit dem Taxi fährt. Er meint, die Taxiunternehmen sollten den Druck des Kostenanstiegs auf sich nehmen, anstatt auf die Konsumenten abzuladen. Derjenige, der keinen konkurrenzfähigen Preis anbieten könne, sollte ausgeschieden werden. Dies entspreche den Regeln der Marktwirtschaft, so Cui gegenüber der Webseite Sohu.com.
Quelle: german.china.org.cn
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