60 Prozent der chinesischen Krankenhäuser in privater Hand

12.08.2017

China ist ein bevölkerungsreiches Land, dementsprechend hoch ist auch die Nachfrage an medizinischen Dienstleistungen. Im Medizin- und Gesundheitsbereich gibt es enormes Wachstumspotential. Besonders private Investoren sollen für den Bereich gewonnen werden.

Jüngsten Statistiken der chinesischen staatlichen Kommission für Gesundheit und Familienplanung zufolge sind 16 900 Krankenhäuser in China in privater Hand. Das entspricht einem Anteil von 57,2 Prozent aller Krankenhäuser in China. Diese Zahl hat sich von 2011 bis heute verdoppelt. Experten sehen weiterhin ein großes Wachstumspotential. Um private Investoren aus dem In- und Ausland für den Medizin- und Gesundheitsbereich zu gewinnen, müssten bürokratische und politische Hürden verringert werden.

Jiao Yahui, Vizedirektorin der Abteilung für medizinische Reform und Verwaltung bei der chinesischen staatlichen Kommission für Gesundheit und Familienplanung, sagt, solche Reformen seien mittlerweile durchgesetzt worden - mit positivem Erfolg:

„Mittlerweile hat sich das politische Umfeld verbessert. Private Investoren im Medizin-Bereich sind hoch motiviert und die Beteiligungsmethoden und Entwicklungsmodelle sind vielfältig. Von 2011 bis jetzt ist die Zahl der öffentlichen Krankenhäuser fast gleich geblieben, während sich die Zahl der privaten Krankenhäuser verdoppelt hat. Private Krankenhäuser sind ein wichtiger Bestandteil des medizinischen Dienstleistungssystems Chinas geworden."

Gong Xiangguang von der Justizabteilung bei der chinesischen staatlichen Kommission für Gesundheit und Familienplanung teilte mit, vor kurzem habe seine Kommission zehn Reformmaßnahmen im Medizin- und Gesundheitsbereich ins Leben gerufen. Dazu gehörten eine Aufhebung der Überprüfung für Genehmigungen für Kliniken in Altersversorgungsinstitutionen und die Lockerung des 70-Prozent-Limits der Aktionärsrechte für ausländische Investoren:

„Zu solchen Maßnahmen gehört es, die Überprüfung und Genehmigung für die Errichtung innerer Kliniken in Altersversorgungsinstitutionen aufzuheben und ein Registersystem umzusetzen. Zuständige Behörden verschiedener Ebenen sollen betreffende politische Maßnahmen gut umsetzen und eine umfassende Aufsicht durchführen. Nur dann kann die Gesundheits- und Altersversorgungsbranche noch besser vorangetrieben werden. Ein weiterer Punkt ist die Öffnung der Branche für ausländische Investoren. Ausländische medizinische Institutionen, Firmen sowie andere wirtschaftliche Organisationen können in Form von Joint-Venture oder Kooperationen Kliniken errichten. Die Einschränkung, dass der Anteil der ausländischen Aktionäre nicht höher als 70 Prozent sein darf, wurde gelockert."

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Quelle: CRI

Schlagworte: China,Medizin,Gesundheitsbereich,Altersversorgung,Reformen