Tierschutz

Live-Übertragungen über Pandas müssen kontrolliert werden

01.09.2017


Live-Übertragungen über Riesenpandas können das Bewusstsein der Öffentlichkeit gegenüber dem Schutz von Tieren in der Wildnis steigern, doch müssten die Übertragungen kontrolliert werden, so Experten.

Live-Übertragungen über Riesenpandas können das Bewusstsein der Öffentlichkeit gegenüber dem Schutz von Tieren in der Wildnis steigern, doch müssten die Übertragungen kontrolliert werden, so Experten, nachdem chinesische Medien Bedenken geäußert hatten, dass "die Übertragungen das normale Leben der Pandas schwerwiegend stören". Die Live-Übertragungen rund um die Uhr über Riesenpandas haben in den vergangenen Jahren große Popularität bei Internetnutzern erlangt.

Allerdings haben einige Medien-Kanäle bemerkt, dass die Live-Übertragungen Angst unter den Pandas verbreiten und ihr normales Leben stören. „Einige Safariparks missbrauchen die Pandas, indem sie eine Show veranstalten oder sie für kommerzielle Vorführungen nutzen, um Geld einzunehmen“, berichtete People's Daily am Mittwoch. Jedoch erklärte ein Angestellter von einer Pandabasis in der südwestchinesischen Provinz Sichuan, der anonym bleiben wollte, gegenüber Global Times, dass in der Basis die Pandas niemals für Video-Aufnahmen missbraucht würden. „Wir haben strenge Regeln für das Filmen der Pandas. Die meisten unserer Videos werden von Überwachungskameras gemacht, die überall im Park installiert sind, und sie haben absolut keinen negativen Einfluss auf die Pandas“, so der Angestellte.

„Zuchtzentren und Safariparks sollten vorsichtiger mit der Methode der Live-Übertragung umgehen”, so Zhao Huawen, Gründer der Eudemonia Bank, eine Organisation in Chengdu, die sich dem Schutz des Lebensraums der Pandas verpflichtet hat, am Mittwoch gegenüber Global Times. Die Regierung und die Öffentlichkeit sollten die Überwachung dieser Safariparks und Panda-Basen intensivieren, und die Regierungsbehörden sollten entsprechende Parteien bestrafen, sobald sie irgendwelche Probleme hinsichtlich der Live-Übertragung entdecken“, so Zhao.

Aber Experten sagten, es sei notwendig, Pandas im Internet populär zu machen, da es die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit dafür auf sich zieht, die bedrohte Spezies zu schützen. Laut People's Daily hat ipanda.com, eine Plattform zur Live-Übertragung über Pandas, mehr als 200.000 Zuschauer täglich. Im Februar sahen Hunderte Millionen von Zuschauern das Video eines Baby-Pandas, das das Bein eines Tierpflegers hielt, besagt der Bericht.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Live-Übertragungen Tiere Wildnis Schutz Pandas