Wirtschaft

Industrieller Output weiter im Rückgang

16.09.2017

Das Wachstum von Chinas industriellem Output, dem Einzelhandelsumsatz und Anlageinvestitionen hat sich im August unter extremen Wetterbedingungen und einer Vertiefung der angebotsseitigen Reformen verlangsamt, wie das Staatliche Amt für Statistik am Donnerstag sagte.



Der Mehrwert des industriellen Outputs, ein wichtiger Beitrag zum BIP, stieg im vergangenen Monat um sechs Prozent im Jahresvergleich, das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als im Juli, wie offizielle Daten belegen. Der Wert lag 6,6 Prozent unter den Markterwartungen, aber höher als der 5,3-prozentige Anstieg im August vergangenen Jahres. Der Einzelhandelsumsatz stieg um 10,1 Prozent, und damit um 0,3 Prozentpunkte weniger als im Juli und 0,4 Prozentpunkte langsamer als erwartet. Die Anlageninvestitionen stiegen um 7,8 Prozent im Jahresvergleich in den ersten sieben Monaten von 2017, der geringste Anstieg seit 1999. Die Markterwartungen hatten bei 8,2 Prozent gelegen. Investitionen des Privatsektors, die einen Anteil von mehr als 60 Prozent der gesamten Anlageninvestitionen ausmachten, stiegen im Jahresvergleich um 6,4 Prozent.

Die Sprecherin des Nationalen Amts für Statistik, Liu Aihua, schrieb die Verlangsamung des industriellen Outputs dem schlechten Wetter der vergangenen zwei Monate und der weiteren Eliminierung von Produktionskapazität für den hohen Verbrauch zu. Die Durchschnittstemperaturen im August seien um 0,6 Grad Celsius höher als der Durchschnitt gewesen, und die Niederschlagsmenge sei die drittgrößte seit 1961 gewesen, was zu reduzierter Produktion geführt habe. Auch der industrielle Output in den Herstellungssektoren für hohen Konsum verlangsamte sich um 2,9 Prozent, da die Behörden die Bemühungen verstärkten, eine grünere und innovativere Wirtschaft aufzubauen. „Allgemein gesprochen beschleunigt sich das Tempo des industriellen Ausbaus, und das könnte eine stabilere und nachhaltigere Entwicklung in Chinas Wirtschaft antreiben“, so Liu.

Chinas Wirtschaft sei immer noch in guter Kondition, da wichtige Wirtschaftsindikatoren im Vergleich zu den ersten sieben Monaten sich wenig verändert hätten und im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich besser geworden seien. Mehr neue Stellen seien geschaffen worden, die Inflation sei insgesamt mild und die Wirtschaftsstruktur verbessere sich, so Liu. Die Daten von gestern zeigten, dass der Verbraucherpreis-Index, ein Hauptmaß für den Anstieg der Verbraucherpreise, im August auf ein siebenmonatiges Hoch von 1,8 Prozent im Vergleich zu den 1,4 Prozent vom Juli gestiegen sind. Der Erzeugerpreis-Index, der den Anstieg der Verbraucherpreise ab Werk misst, stieg im August auf 6,3 im Vergleich zu 5,5 in den vorigen drei Monaten. Liu schrieb den Anstieg den höheren Lebensmittelpreisen zu. Der Inflationsdruck werde in den kommenden Monaten wegen ausreichenden Angebots an Lebensmitteln und einem stabilen Ausblick für den Preis von Dienstleistungen und Industrieprodukten nicht steigen.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Industrieller Output, China, August