Wirtschaft

China will Klein- und Kleinstunternehmen stärker unterstützen

29.09.2017

China wird seine Klein- und Kleinstunternehmen mit finanziellen Maßnahmen weiter stärken, um die wirtschaftliche Vitalität zu erhöhen. Das hat der Staatsratin einer Sitzung unter Vorsitz von Ministerpräsident Li Keqiang am Mittwoch beschlossen.



Um die politische Unterstützung zu fördern und Finanzinstitute dazu zu ermutigen, ihre Finanzdienstleistungen zu intensivieren, wird die Obergrenze für umsatzsteuerbefreite Zinseinnahmen aus Bankkrediten an Klein- und Kleinstunternehmen, Landwirte und Selbstständige vom 1. Dezember 2017 bis zum 31. Dezember 2019 von 100.000 Yuan (12.700) auf eine Millionen Yuan (127.000 Euro) erhöht.


Die Stempelsteuerbefreiung für Darlehensverträge von Klein- und Kleinstunternehmen und die Umsatzsteuerbefreiung für Unternehmen mit einem monatlichen Umsatzvolumen von weniger als 30.000 Yuan (3.800 Euro) wird bis zum Jahr 2020 verlängert.


Es werden noch weitere Anstrengungen unternommen, um integrierte Finanzdienstleistungsbüros der staatlichen Banken an der Basis auszubauen. Geschäftsbanken werden in den Genuss einer Senkung des Mindestreservesatzes kommen, wenn sie einen absoluten oder prozentualen Mindestzuwachs von Einzelkrediten in Höhe von weniger als fünf Millionen Yuan an Klein- und Kleinstunternehmen, Landwirte, Menschen unter der Armutsgrenze, Studenten oder– als garantierte Darlehen – an Startups ausweisen können.


„Kleine und Kleinstunternehmen sind eine starke Säule für die Beschäftigung, sie bieten eine starke Unterstützung für große und mittlere Unternehmen und eine erhöhte Vitalität für die Gesellschaft“, sagte Li. „Wir sollten die Finanzinstitute dazu ermutigen, ihre Grundanforderungen zu senken und die Kapazitäten zu stärken, um der Realwirtschaft zu dienen.“


„Finanzielle Ressourcen sollten mehr in die Realwirtschaft fließen, vor allem in die Landwirtschaft und in Klein- und Kleinstunternehmen, um Kreditengpässe und hohe Finanzierungskosten zu lindern.“


Diese Unternehmen haben eine entscheidende Rolle bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze gespielt, da jedes Klein- und Kleinstunternehmen laut nationalem Statistikamt acht neue Arbeitsplätze schaffen kann, während jedes Ein-Personen-Unternehmenim Durchschnitt 2,8 Arbeitsplätze schafft.


Der Staatsrat, Chinas Kabinett, entschied außerdem während des Sitzung, dass die Regierung größere Anstrengungen unternehmen wird, um eine staatliche Finanzierungsgarantie und Kreditbürgschaftsinstitutionen zu entwickeln. Ein nationaler Kreditbürgschaftsfonds ist ebenfalls in der Planung. Risikokapitalfonds werden ermutigt, mehr in kleine Unternehmen in ihren frühen Unternehmensphasen zu investieren.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China, Klein- und Kleinstunternehmen, Li Keqiang