Stadtplanung

China setzt Obergrenze für Beijings Bevölkerung fest

29.09.2017


China gab den Plan bekannt, die Bevölkerungszahl von Beijing bei 23 Millionen Einwohnern zu deckeln. Das soll mit hochwertigen Vorstädten erreicht werden, in die nichthauptstädtische Funktionen ausgegliedert werden. Beijing soll weiterhin politisches Zentrum bleiben.


"Die Größe der Stadt muss limitiertwerden”, erklärte der Staatsrat mit Verweis auf den Urbanen Entwicklungsplan für Beijing (2016-35). Dies berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch. Konkret soll die permanente Bevölkerungszahl bis 2020 auf 23 Millionen Menschen beschränkt werden. Ende 2016 lebten in Beijing 21,7 Millionen Menschen.


“Wir sollten bei der Bevölkerung, der Ökologie und der städtischen Exploitation die drei roten Linien nicht überschreiten”, hieß es im Bericht weiter. Er unterstrich zudem, dass das strengste Wasserverwaltungssystem durchgesetzt wird, um die Wassersicherheit der Hauptstadt zu gewährleisten.


“Beijings Bevölkerung ist nach und nach gewachsen. Die Höchstmenge bedeutet, dass noch immer mehr als eine Millionen Menschen in die Stadt ziehen können”, sagte Niu Fengrui, ein Wissenschaftler des Instituts für Stadt- und Umweltstudien unter der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften, gegenüber der Tageszeitung Global Times.


"Die Bevölkerung wird begrenzt, indem die nichthauptstädtischen Funktionen von Beijing ausgegliedert werden. Das durch kann die Stadt ihre Rolle als politisches und internationales Kommunikationszentrum behalten und allmählich ihre Funktionen als Kultur- und Innovationszentrum reduzieren", sagte Niu. Diese Funktionen sollen nahe gelegene Gebiete wie Tianjin und Hebei übernehmen.


Im Schreiben betonte der Staatsrat auch die synergetische Entwicklung des Großraumes Beijing-Tianjin-Hebei. Er versprach ein hochwertiges urbanes Gebiet mit Beijing im Herzen zu entwickeln.


Im April hatte die Zentralregierung Pläne für das Neubaugebiet Xiong'an vorgestellt. Darin soll die koordinierte Entwicklung von Beijing und der benachbarten Regionen unterkommen. Das Gebiet wird die Kreise Xiongxian, Rongcheng und Anxin umfassen und etwa hundert Kilometer südlich von Beijing liegen.


“Der nächste Schritt besteht darin, die Fahrzeit für Pendler zwischen Xiong'an und Beijing auf weniger als 30 Minuten zu reduzieren”, sagte Niu. Um unvernünftige Ziele anzustreben, sollten der Plan und seine Umsetzung zusammenpassen.


Der Staatsrat forderte zudem die Erhaltung der historischen Stadt. Der Schutz von Beijings Altstadt und der “drei Hügel und fünf Gärten”, wo sich die Kaiserpaläste und Gärten befinden, sollte verstärkt werden. Eine Zerstörung der Altstadt werde es niemals geben.


“Beijings Altstadt und die Umwelt erlitten in den vergangenen Jahrzehnten schwere Schäden”, sagte der in Beijing ansässige Urbanisierungsexperte Luo Yameng zur Global Times. “Der Schutz von Beijings Kulturerbe und Ökologie ist für die Stadtplanung und –verwaltung essentiell.”


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China, Bevölkerung, Beijing